Futtermanagement – eigentlich ein geläufiger Begriff aus dem Bereich Pferdehaltung, Viehhaltung und Landwirtschaft. Häufig geht es um eine Gesamtlösung in Richtung Effizienz, also z. B. um sportliche Leistung oder Milchproduktion. Auf den ersten Blick mag das Wort Futtermanagement für den Bereich der Reptilienhaltung ein wenig übertrieben wirken – hinsichtlich artgerechter und vielfältiger Fütterung kann man sich jedoch schnell verschiedene Aufgaben aufzählen, die mit solch einer „Verwaltung“ des Futters einhergehen. von Thorsten Geier

Eine möglichst große Vielfalt an Pflanzen zu bieten, steht für mich an erster Stelle bezüglich der Ernährung meiner Europäischen Landschildkröten. Mit jeder einzelnen (bzw. neuen oder weiteren) Pflanzenart im Futterplan ermöglichen wir unseren Tieren eine noch abwechslungsreichere Ernährung in menschlicher Obhut.

Sie besaß schon immer eine ganz besondere Aura und noch immer ist die Königskletternatter sicher keine Schlange für jedermann. Auch dank terraristisch neuer Lokalformen und Morphen nimmt in letzter Zeit das Interesse an dieser eindrucksvollen, wehrhaften Schlange jedoch deutlich zu und lässt sie in neuem Licht erstrahlen. von Augusta Sacchetta & Mattia Fieramoschi 

Elaphe carinata, die Königskletternatter, ist eine große, kräftige und robuste eierlegende Vertreterin der Familie Colubridae. Im Englischen wird sie auch als „stinking goddess“ („Stinkende Göttin“) bezeichnet, im Deutschen entsprechend als Stinknatter, da sie bei Bedrohung einen sehr strengen, moschusartigen Duft aus ihren hoch entwickelten Postanaldrüsen abgeben kann.
Vom ästhetischen Standpunkt aus handelt es sich um absolut faszinierende Schlangen mit leuchtenden Farben, die bei adulten Exemplaren der natürlichen Farbform einen starken Kontrast zwischen Gelb und Schwarz bilden.

Nach den Ausführungen zu Systematik, Lebensweise und Haltung von Reisfeldfröschen in Teil 1 dieses Artikels geht es diesmal um die  ermehrung. Zwar ist es nicht ganz einfach, überhaupt an Zuchttiere zu kommen. Wenn dies aber gelingt, ist die Nachzucht kein Hexenwerk. Und die Larven entwickeln sich im Eiltempo ... von Kriton Kunz

Schon öfter habe ich die Erfahrung gemacht, dass gerade Explosionslaicher nach der langen, für sie stressigen Zeit von Fang, Hälterung im Ursprungsland, Export, Hälterung bei Importeur sowie Einzelhändler und schließlich Transport zum Endkunden direkt zur Fortpflanzung schreiten, wenn sie gleich in ein dafür ideales Umfeld gesetzt werden – in den meisten Fällen eine Beregnungskammer. Erst nach einem solchen sofort unternommenen Versuch, Neuankömmlinge zu vermehren, setze ich sie dann in einen hygienisch eingerichteten Quarantänebehälter, inklusive etwa notwendiger Behandlungen.

Leopardgeckos gehören seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Terrarientieren. Ebenso lange ist unsere Autorin ihnen verfallen. Hier berichtet sie von der Entwicklung der Haltung ihrer „Leos“, von einem bemerkenswerten Lebensalter der Tiere – und von einem echten Senioren-Umzug. von Esther Laue

In allen Kurzporträts wird nach Möglichkeit auf die mögliche Lebenszeit von Terrarientieren verwiesen. In der Regel treffen die Angaben zu, oft greifen sie jedoch auch viel zu kurz. Ich meine, es ist unserem Ruf als Terrarianer zuträglich, auch auf die tatsächlich mögliche Lebenszeit unserer Pfleglinge aufmerksam zu machen. Natürlich gibt es auch bei Reptilien große individuelle Abweichungen, so wie Menschen bekanntlich sehr unterschiedlich alt werden. Aber natürlich ist es von besonderem Interesse, welche Lebenserwartung denn maximal möglich ist.

Zum Aufessen sind sie wirklich viel zu schade, die putzigen und hübschen Reisfeldfrösche aus Südostasien. Berichte über ihre erfolgreiche Haltung und Nachzucht waren bislang absolute Mangelware. Höchste Zeit, das zu ändern. von Kriton Kunz

Im Allgemeinen haben Terrarianer ja ein eher sachlich interessiertes Verhältnis zu ihren Tieren. Wenn ich aber in ein Aufzuchtbecken schaue, in dem Dutzende junger Reisfeldfrösche munter kleinen Heimchen hinterherjagen, ertappe ich mich schon dabei, wie ich denke: „Och, die sind aber putzig!“

Die aus Nordafrika stammende Atlasagame ist eine kräftige, lebhafte Echse. Die Tiere gelten als schreckhaft, werden aber im Terrarium ausgesprochen zutraulich. Auch die Nachzucht kann über Jahre gelingen. von Angelika Hollerbaum

Wir halten seit vielen Jahren Reptilien, und besonders haben es mir dabei die Agamen angetan. Bei einem Vortrag über Marokko hörte und sah ich zum erstem Mal Agama impalearis und war von den kleinen Atlasagamen gleich begeistert.
Im November 2013 konnte ich eine Gruppe Jungtiere erwerben. Die Kleinen bezogen ein Terrarium mit den Maßen 180 x 60 x 60 cm mit selbst gestalteter Rückwand im Wohnzimmer. Die Grundbeleuchtung besteht aus einem LED-Stab und zwei Tageslicht-UV-Lampen (Bright Sun, 35 W), die einen Stein anstrahlen. Unter dem Stein ist eine Heizmatte (8 W) angebracht, die früh am Morgen, noch vor dem Anschalten des Lichts, den Stein für zwei Stunden erwärmt. In der Nacht ist ein Vernebler zugeschaltet, der mehrmals in der Nacht 10 Minuten arbeitet und so für ausreichend Feuchtigkeit sorgt.

Klein, aber fein! Nur rund 2 cm wird die hier vorgestellte Pfeilgiftfroschart groß, aber sie besticht nicht nur durch ihr hübsches Äußeres, sondern auch durch ihr interessantes Verhalten – dazu zählt u. a., dass die Tiere ihre Larven in fließendem Wasser absetzen. Das gilt es natürlich auch bei der Pflege zu berücksichtigen. von Tijl Liekens

Ich bin ein belgischer Pfeilgiftfrosch-Enthusiast und züchte seit über zehn Jahren diverse Arten dieser faszinierenden Frösche. Auf Instagram zeige ich regelmäßig Bilder aus meinen Terrarien, schauen Sie gerne einmal vorbei unter: https://www.instagram.com/urban__jungles/.
2014 habe ich vier Nachzuchten von Ameerega hahneli „Tahuayo“ von Ruud Schouten, dem Inhaber der Firma „Dutch Rana“, gekauft. Er hatte diese Frösche aus Kanada von der Firma „Understory Enterprises“ importiert. Zum Zeitpunkt der Übernahme waren die Frösche noch zu klein, um das Geschlecht erkennen zu können.

Kronenbasilisken sind elegante, ruhige und ausgesprochen hübsche Baumbewohner, die sich gut im Terrarium halten lassen. Unser Autor pflegt diese besonderen Leguane nun seit mehr als zehn Jahren – und konnte dabei interessante Beobachtungen machen. von Klaus Kirchschlager

Kronenbasilisken gehören zur Familie Corytophanidae, den Basilisken und Helmleguanen, die wiederum Teil der großen Gruppe der Leguanartigen (Iguania) ist. Die Gattung Laemanctus wird inzwischen in vier Arten unterteilt: Laemanctus serratus und L. longipes sind die beiden bekanntesten. In jüngerer Zeit wurde L. julioi aus Honduras neu beschrieben und L. waltersi, ebenfalls aus Honduras, vom Status einer Unterart von L. longipes in den Artrang erhoben. Von L. longipes werden weiterhin noch zwei Unterarten anerkannt, von L. serratus drei.

Der Hühnerfresser ist eine große, kräftige Natter aus dem tropischen Amerika. Er ist ungewöhnlich lebhaft und für Schlangenverhältnisse ein echter Vielfraß. Sein ungestümes Verteidigungsverhalten legt er im Terrarium rasch ab. Die Eingewöhnung von Wildfängen ist heikel, Nachzuchttiere dagegen können gut gepflegt werden. von Volker Franz

Der Hühnerfresser (Spilotes pullatus) hat ein großes Verbreitungsgebiet, das sich von Südmexiko bis nach Nordargentinien erstreckt. Seine Lebensräume sind Savannen, Galeriewälder, tropische Primär- und Sekundärregenwälder sowie Mangroven. Als Kulturfolger wird er nicht selten im Umfeld menschlicher Ansiedelungen angetroffen. Meist hält er sich in der Nähe von Gewässern wie Teichen und Flüssen auf. Er bewohnt hauptsächlich das Flachland bis in Höhenlangen von 1.500 m. In Kolumbien soll sich seine vertikale Verbreitung aber bis auf Höhenlagen von 2.600 m erstrecken.

Wildfänge selten importierter Achatschneckenarten erfolgreich zu etablieren, kann eine große Herausforderung sein. Umso schöner, wenn es schließlich doch klappt und die „Unhaltbaren“ sich als durchaus haltbar erweisen – und sogar reichlich vermehren. von Melanie Görner

Während einige Achatschneckenarten sehr häufig gehalten werden, sind andere nach wie vor Raritäten in unseren Terrarien. Die hier vorgestellte Archachatina knorrii ist eine kleine, farbenfrohe Art mit einer Gehäusegröße von 6–7 cm. Das ausgeprägte Rot, das vom Apex bis zur dritten Windung reicht, und das kräftig gelbe Haus mit quer verlaufenden, schwarzen Streifen sind Alleinstellungsmerkmale dieser besonderen Spezies.