Portugal ist ein beliebtes Urlaubsland. Vor allem die Metropole Lissabon und die Atlantikstrände des Algarve ziehen Touristen an. Aber das Land an der Südwestspitze Europas hat noch viel mehr zu bieten. Die Serra de Montemuro ist ein lohnendes Reiseziel auch für alle, die nach Amphibien und Reptilien Ausschau halten. von Rudolf Malkmus

Eines der massigsten und höchsten unter den zahlreichen aus Granit und silurischen Grauwacken aufgebauten Gebirgen (serras) Nordportugals ist die Serra de Montemuro. Aus dem tief eingeschnittenen, auf nur 50 m Höhe liegenden Tal des Rio Douro erhebt sie sich bis in 1.382 m Höhe wie eine gewaltige Bergmauer (monte muro), die Flanken von wildromantischen Schluchten durchfurcht. In ihnen stürzen reißende, kaskadenreiche Bergbäche (Bestança, Cabrum, Balsemão,Paiva) zu Tal, deren Wasser den Douro speisen.

Verbringen Sie diesen Sommer daheim? Kein Grund, auf einen Hauch von Mittelmeer zu verzichten. Ein Wochenendtrip zum Kaiserstuhl lässt sich fast immer verwirklichen und bietet wunderbare Beobachtungsmöglichkeiten, die einen in den Süden versetzen. von Claudia und Andreas Schäberle

Badberg, Winklerberg, Ihringen und Altvogtsburg – diese Ortsbezeichnungen lassen das Herz von Eidechsen-Liebhabern höher schlagen. Eine Jahresdurchschnittstemperatur von 9,9 °C, regenreiche, warme Sommer und trockene, aber kalte Wintermonate zeichnen das Klima am Kaiserstuhl aus.
Die bekannten Weinberge am Ihringer Winklerberg bieten nicht nur den preisgekrönten Reben eine perfekte Lebensgrundlage, sondern auch zahlreichen Eidechsen. In unmittelbarer Nähe sind hier die Zauneidechse (Lacerta agilis), die Westliche Smaragdeidechse (Lacerta bilineata) und die Östliche Smaragdeidechse (Lacerta viridis) anzutreffen. Daneben ist seit den 1990er-Jahren auch die Mauereidechse Podarcis muralis brongniardii hier heimisch. Das Mauereidechsenvorkommen basiert auf Aussetzungen von Jungtieren aus dem Mittelrhein- und Moseltal (Laufer et al. 2007). Auch die Blindschleiche kommt hier vor, wir selbst konnten sie allerdings nur anhand eines Totfundes nachweisen. Die ebenfalls am Kaiserstuhl heimische Schlingnatter (Coronella austriaca) blieb uns leider ganz verborgen.

Nord-Kroatien ist von Österreich aus nur eine Tagesreise entfernt, aber bietet fantastische herpetologische Beobachtungs­möglichkeiten. Hier findet man schon zahlreiche südosteuropäische Charakterarten. Ein idealer Tipp für einen Kurztrip in der warmen Jahreszeit. von Kai Kolodziej und Philip Prokosch

Mitte Mai brachen wir gegen die Mittagszeit von Wien aus an die Westküste von Istrien auf, wo wir unsere gemeinsame Herping-Tour beginnen wollten. Das erste Ziel, eine Ruinenstadt im Landesinneren, erreichten wir am selben Tag gegen 22 Uhr. Hier erhofften wir aufgrund der milden Nachttemperaturen, die Katzenaugennatter (Telescopus fallax) bei der nächtlichen Jagd zu finden, immerhin hatte sich diese Stelle schon zuvor als vielversprechend erwiesen. Auch wenn wir in dieser Hinsicht enttäuscht wurden, konnten wir in den Spalten des Mauerwerks zahlreiche Skorpione (Euscorpius italicus) beobachten. Eine Schwarzlicht-Lampe leistete dabei sehr gute Dienste!