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Eine Echsenfamilie im Schatten: Selbst gestandene Terrarianer wissen oft kaum mehr über Schleichen, als dass sie die einheimische Blindschleiche und den großen Scheltopusik kennen. Terraristisch wurden Schleichen lange weitgehend ignoriert. Erst in den letzten Jahren erwachte das Interesse allmählich, nicht zuletzt aufgrund der faszinierenden Baumschleichen der Gattung Abronia. Höchste Zeit, einen Überblick über diese teils stark bedrohten, teils spektakulär gefärbten, teils völlig überraschenden, fast immer aber komplett verkannten Echsen zu geben. von Christian Langner

Die Angehörigen der kleinen Echsenfamilie der Schleichen boten immer schon Anlass für Verwirrungen. So ist der bei uns bekannteste Vertreter, die heimische Blindschleiche, selbstverständlich nicht blind. Eine Tatsache, die unserer vorbelasteten Leserschaft natürlich bekannt ist, beim Normalbürger allerdings immer noch für Missverständnisse, Vorurteile und Halbwissen sorgt. Dabei bezieht sich der Name Blindschleiche gar nicht auf die Sehfähigkeit, sondern leitet sich im Wortursprung vom mittelhochdeutschen „Plintslicho“ ab, was so viel heißt wie „glänzende Schleiche“ (Völkel & Alfermann 2007) – eine Anspielung auf die glatte und glänzende Oberfläche der Blindschleichenhaut

Die Maya-Ruinen auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán gehören zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Welt. Für Reptilienfreunde bieten sie aber noch einen weiteren Grund zum Staunen: Große, prächtige Schwarzleguane leben hier in erstaunlicher Menge und Furchtlosigkeit. Ein doppelt lohnendes Reiseziel also! von Manfred Rogner

Als ich seinerzeit das erste Mal die beeindruckenden Stätten der Mayas auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán besuchte, ging es mir in erster Linie darum, die ungefähr 90 km von Mérida befindliche Anlage Chichén Itzá kennen zu lernen. Bei ihr handelt es sich nämlich um eine der größten und am besten erhaltenen Ruinen des Landes.  Nicht umsonst ist sie auch die meistbesuchte Stätte der alten Maya- und späteren Tolteken-Kultur. Von Cancún aus dauert die Anfahrt etwa zwei Stunden.

Lefkada ist eine recht kleine Insel, die südlich der bekannten Urlaubsinsel Korfu liegt und sogar mit einer „Damm-Brücke“ gut per Auto zu erreichen ist. Die Insel liegt im Ionischen Meer und sollte durch die Nähe zum Festland die für diese Gegend typische Herpetofauna beherbergen. Seltsamerweise liegen aber nur sehr wenige herpetologische Beobachtungen vor, da sie anscheinend nur selten von herpetologisch interessierten Personen besucht wird. Ein Grund mehr, hier einmal seinen Frühjahrsurlaub zu verbringen. Und weil einmal keinmal ist, werden hier gleich die Beobachtungen von zwei „herpetologischen Strandurlauben“ berichtet. von Andre Schmid

Eines Morgens um 4 Uhr, An­fang Juni, brachen wir in Richtung Stuttgarter Flughafen auf und landeten gegen 9.30 Uhr auf dem kleinen griechischen Flughafen von Preveza. Mit dem Mietwagen machten wir uns dann auf den Weg nach Lefkada. Da wir unsere Ferienwohnung erst ab 14 Uhr beziehen konnten, hatten wir noch Zeit, auf der Fahrt den einen oder anderen Stopp einzulegen, um nach Reptilien zu suchen.
Unseren ersten Halt machten wir an den Resten des Schlosses Santa Maura. Bei schon recht heißen Temperaturen gelang hier bereits die erste Reptiliensichtung einer Balkanzornnatter (Hierophis gemonensis), die allerdings recht schnell wieder im hohen Gras verschwunden war. Dennoch ein guter Start.