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Titelthema
Wüstenagamen
Haltung und Zucht
Boophis albilabris
Reise
Hawaii
Haltung und Zucht
Saara loricata

Ausgerechnet in Wüstengebieten leben einige der buntesten Echsen überhaupt. Und einige der merkwürdigsten noch dazu. Besonders erfolgreich konnten sich in den Trockengebieten der Alten Welt Agamen durchsetzen. Doch der Klimawandel droht diese Erfolgsgeschichte zu beenden. von Philipp Wagner

Es gibt zahlreiche Wüsten. Reine Sandwüsten, Steinwüsten, Ge­röllwüsten, ja sogar Eiswüsten. Ihnen allen gemein ist, dass viele Menschen sie in der Regel eher als trostlos, öde, einheitlich, ja manche sogar als langweilig empfinden. Und dennoch kommen in ihnen die schönsten und spannendsten Echsen vor, die wir kennen! Gut, das mag übertrieben klingen und ist es vielleicht auch – aber ich beschäftige mich jetzt seit gut 15 Jahren mit den „Wüstenagamen“, und das mag mein Bild nun einmal etwas verfälschen.

Frösche der Gattung Boophis gelangen immer wieder einmal in die Terraristik. Über eine längerfristige erfolgreiche Haltung oder gar die Nachzucht allerdings war bislang wenig bis gar nichts zu hören. Nun ist bei B. albilabris endlich der Durchbruch gelungen, sodass diese attraktive Art hoffentlich bald regelmäßig als Nachzucht erhältlich sein wird. von Judit Tavaszi

Madagaskar ist die viertgrößte Insel der Welt. Die dort anzutreffenden verschiedenen Klima­- und Vegetationszonen bieten einer Vielzahl an Arten optimale Lebensräume, darunter auch Amphibien und Reptilien. Froschlurche finden sich vor allem in den östlichen Regenwäldern sowie in nördlichen und zentral-östlichen Regionen des Landes, die feuchtes bis halbfeuchtes Klima aufweisen.

Lust auf eine etwas andere Schildkröte? Die Großkopfschlammschildkröte verbindet die Skurrilität mit guter Haltbarkeit. Auch die Nachzucht gelingt, wenn die Inkubation auch nicht ganz unproblematisch ist. Aber: Vorsicht, bissig! von Ole Klawonn

Der Formenreichtum, den die Schildkröten mit ihren gerade einmal 356 rezenten Arten entwickelt haben, ist enorm. Da gibt es Zwerge, die ausgewachsen nur knapp 10 cm lang werden, Riesen mit einer Länge von zwei Metern, behäbige Pflanzenfresser, blitzschnell zupackende Räuber, auffallend schön gezeichnete Arten und manche graue Mäuse. Wen die behauptete Sanftmütigkeit einer Griechischen Landschildkröte schnell langweilt und die Schönheit eines Schmuckschildkrötenschlüpflings kitschig anmutet, der findet bizarre Arten wie die Fransenschildkröte (Chelus fimbriatus), die Geierschildkröte (Macrochelys temminckii) oder die Chinesische Großkopfschildkröte (Platysternon megacephalon), die das Begehren wecken. Da die erstgenannte Art allerdings über 40 cm Panzerlänge plus einen fast ebenso langen Hals entwickelt, ist für die dauerhafte Pflege ein riesiges Aquarium erforderlich. Die Geierschildkröte wird sogar noch deutlich größer und unterliegt in Deutschland zudem einem Haltungsverbot. Die Chinesische Großkopfschildkröte ist in geräumigen Aquarien zwar gut haltbar, darf jedoch nicht mehr importiert werden, da sie auf Anhang I des Washingtoner Artenschutzabkommens geschützt ist, und wird bislang nur in geringen Stückzahlen nachgezogen.