Das aktuelle Heft

Titelthema
Segelechsen
Haltung und Zucht
Buntnattern
Reise
USA
Haltung und Zucht
Zwillinge bei Chamäleons

Segelechsen sind wahrhaftig außergewöhnliche Tiere! Es handelt sich nicht nur um die größten Agamen der Welt, dank ihrem riesigen Segel und dem markanten Schädel sind sie auch sonst eine auffällig bizarre Erscheinung. Trotzdem kennen nur wenige sie näher, viele Angaben in der Literatur oder im Internet sind verwirrend oder schlicht falsch. Im Terrarium wurden sie zwar immer wieder gehalten, doch letztlich haben sie sich kaum stärker etabliert. Dabei können Segelechsen farblich spektakulär sein, mit Unterschieden sowohl zwischen den Arten als auch den Individuen. Dasselbe gilt für ihr Verhalten. Ein Bericht über die Haltung verschiedener Hydrosaurus-Arten über 25 Jahre. von Oliver Fischer

Miguel de Cervantes (span. Schriftsteller, 1547–1616) schrieb im Vorwort zu seinem Roman Don Quijote: „Müßiger Leser! – Ohne Schwur magst du mir glauben, dass ich wünsche, dieses Buch, das Kind meines Geistes, wäre das Schönste, Lieblichste und Verständigste, das man sich nur vorstellen kann.“ Da war sicher eine Menge Ironie dabei. Wenn ich dies meinem Artikel über Segelechsen voranstellen würde, wäre das zwar auch zu hoch gegriffen – aber es gibt derart viel Falschinformationen zum Thema im Internet, dass es zumindest mein Ziel ist, ein bisschen Aufklärung über diese fantastischen Tiere zu betreiben – um ein bisschen zwischen „Dichtung und Wahrheit“ zu unterscheiden …

Goldbauchnatter, Buntnatter – die Namen für diese beiden kleinen Natter-Arten lassen schon ahnen, dass es sich um besonders attraktive Schlangen handelt. Und die Tatsache, dass diese Namen kaum fest für diese beiden Arten definiert sind, zeigt, dass beide in der Terraristik bislang nur wenig beachtet werden. Ein Fehler, denn es handelt sich um ebenso interessante wie hübsche Pfleglinge, die aufgrund ihrer geringen Größe gut halt- und handhabbar sind. Ein Nattern-Geheimtipp!. von Simone Karlowski

Liophis jaegeri und Lygophis anomalus zählen zu den klein bleibenden Schlangen der Unterfamilie Dipsadinae und damit zur großen Familie der Nattern (Colubridae). Beide Arten wechselten in der Vergangenheit mehrfach die wissenschaftlichen Namen. So ist Lygophis anomalus u. a. auch als Liophis anomalus bekannt, Liophis jaegeri auch unter Erythrolamprus jaegeri, worunter die Art sogar aktuell wieder von der Reptile Database geführt wird. Im Deutschen werden beide Arten als Goldbauchnattern bezeichnet, Liophis jaegeri genauer als Jägers Goldbauchnatter, Lygophis anomalus als Buntnatter (manchmal werden auch beide Arten als Buntnattern bezeichnet).


Quer durch Nordamerika vom Atlantik bis an den Pazifik. Vor 150 Jahren suchten Abertausende europäische Siedler auf abenteuerlichen Routen ihren Weg durch großartige, wilde Landschaften in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Die Geschichte des Großen Trecks hat sich tief in das kollektive Bewusstsein gebrannt, bis heute sind die USA für viele ein Sehnsuchts­ort geblieben. Noch dazu einer, der für Reptilien- und Amphibienfreunde allerhand zu bieten hat. REPTILIA-Redakteur Heiko Werning hat sich den alten Traum von der Durchquerung des Kontinents von Ozean zu Ozean erfüllt. Nicht am Stück, sondern über Jahre, in vielen einzelnen Reisen. Unsere in loser Reihenfolge erscheinende Serie „Der Große Treck“ verfolgt die Route von Ost nach West.
von Heiko Werning

Man kann in diesen Tagen natürlich keinen Artikel über Reisen in die USA beginnen, ohne auf die aktuelle Situation Bezug zu nehmen. Dabei ist es fast schon bizarr: Denn mein ganz persönliches Corona-Jahr begann genau dort, wo Teil 6 dieser Reihe aufhörte und dieser siebte, viel zu lang verschobene Text nun anfangen soll: in der Big-Bend-Region im tiefen Westen von Texas.