von Andreas S. Hennig

Die Europäische Sumpfschildkröte gehört in Deutschland zu den bedrohten Tierarten. Okay, das ist mittlerweile keine Kunst mehr, denn im Prinzip gelten seit Jahrzehnten nahezu sämtliche europäischen Reptilien- und auch Amphibienarten als gefährdet. Wir Mitteleuropäer haben unsere Natur dermaßen zersiedelt und die Umwelt zu unseren Gunsten geformt, dass für die ursprüngliche Fauna und Flora nur noch wenige Refugien verblieben sind. Umso wichtiger sind Aktivitäten, die die noch vorhandenen Nischen sichern und deren Qualität für die heimische Artenvielfalt und damit unsere Lebensqualität erhöhen.

von Andreas S. Hennig

Vertreter der Gattung Pseudemys sind kräftige und gewandte Schwimmer. Adulte Exemplare mit etwa 20 bis 30 cm Rückenpanzerlänge benötigen daher geräumige Aquaterrarien. Bewährt haben sich Wasserbecken ab einer Länge von 150 cm. Diese bringen ein hohes Eigengewicht mit, dazu kommt noch das Gewicht von Wassermenge und Einrichtung (z. B. Bodensubstrat im Landteil), weshalb auf einen sicheren und stabilen Unterbau sowie eine tragfähige Statik des Bodens geachtet werden muss.

Befindet sich das Becken in einem Altbau mit Holzdecken bzw. -fußböden, werden große Schildkrötenbecken nach Möglichkeit quer zu den in der Geschossdecke liegenden Tragbalken gestellt. So verteilt sich das Gewicht auf mehrere Balken. In Gebäuden jüngeren Baudatums steht ein Aquaterrarium in der Regel auf einer tragfähigen Betondecke. Nicht selten befinden sich Hobbyräume zur Schildkrötenhaltung in Kelleretagen, in Gewächshäusern oder kellerfreien Nebengebäuden, die nur über ein einziges Geschoss verfügen. Solche „Grundböden“ sind natürlich auch entgegenkommend tragfähig und für schwere Becken geeignet.

von Benny Trapp

Das Titelbild der Ausgabe REPTILIA Nr. 73 vom Oktober/November 2008 beschreibt wohl am besten, welche Probleme beim Fotografieren von Schildköten auftreten können, und jeder, der es einmal versucht hat, wird einen vergleichbaren Fall kennen:

von Dominik Hauser
Fotos von Benny Trapp

Wer sich für die Situation der Europäischen Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) in Oberschwaben interessiert, wird schnell erkennen, dass es hierzu sehr widersprüchliche Informationen gibt. Diese reichen von Angaben über einen autochthonen (ursprünglich hier heimischen) Restbestand, der sich nacheiszeitlich in Oberschwaben gehalten haben soll, bis hin zur Aussage, es handle sich um ausgesetzte Tiere.

von Thorsten Geier

Jedes Jahr aufs Neue blicken die Halter von Steppenschildkröten (Agrionemys horsfieldii) und Europäischen Landschildkröten (Testudo spp.) gespannt auf das Frühjahr – das Ende der Winterstarre ihrer Pfleglinge steht bevor. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Tiere zuvor im Kühlschrank, im Frühbeet, im Gewächshaus oder an einem anderen Ort die kalte Jahreszeit verbracht haben. Wichtig ist, dass nun alle Schildkröten wieder gesund im Gehege anzutreffen sind.

von Christine Dworschak

Vor mehr als zwei Jahrzehnten beobachtete ich, wie mein Weibchen der Griechischen Landschildkröte (Testudo hermanni boettgeri) mit den Hinterbeinen zu graben begann und sieben weiße Eier in die entstandene Grube legte. Fasziniert von diesem Schauspiel reifte in mir der Wunsch, die Eier auszubrüten und so die wunderbaren Tiere, die mich schon seit meiner Kindheit begleiteten, zu vermehren.