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Titelthema
Skurrile Frösche
Haltung und Zucht
Buschvipern
Reise
Italien
Haltung und Zucht
Doscenschildkröten

Wo anfangen und wo aufhören beim Thema „skurrile Frösche“, wenn sich diese Tiere doch an Absonderlichkeiten geradezu überbieten? Ein Streifzug durch eine Welt bizarrer Frosch-Gestalten. von Kriton Kunz

„Skurrile Frösche“, das ist eigentlich ein Pleonasmus, also so etwas wie „nasser Regen“ oder eine „runde Kugel“. Denn wer Froschlurche liebt und sich näher mit ihnen beschäftigt, wird überall auf Eigenschaften, Fähigkeiten und Merkmale stoßen, die uns skurril vorkommen. Das fängt bei der Metamorphose an, der vollständigen Umwandlung von einer Kaulquappe in einen Frosch, die wahlweise auch noch beispielsweise direkt im Ei oder in der Rückenhaut der Mutter stattfinden kann, und hört bei Arten auf, die mit den Hinterbeinen Flaggensignale geben.

Mit ihren ungewöhnlich stark gekielten Schuppen, die ihnen fast ein „strubbeliges“ Aussehen verleihen, gehören Buschvipern zu den besonders auffälligen Schlangen – wenn man sie denn erst einmal erspäht hat. Ansonsten ist die Grüne Buschviper im Blättergewirr allerdings perfekt getarnt. Im Terrarium können die kleinen Giftschlangen mit der nötigen Umsicht gut gepflegt werden. von Robin Milde

Das weite Verbreitungsgebiet der Grünen Buschviper (Atheris squamigera) liegt im zentralen Afrika und reicht bis ins südliche Afrika hinein. Die Art ist aus der Demokratischen Republik Kongo, Kongo, Uganda, Angola, der Zentralafrikanischen Republik, Nigeria, Süd-Sudan, Togo, Gabun, Kenia, Ghana und mit wenigen Exemplaren sogar aus Tansania nachgewiesen.
Dort lebt sie in unterschiedlichen Lebensräumen: einerseits in Regenwäldern, aber auch an lichteren Waldrändern und in Gebüschen. Bevorzugt werden Tieflandbiotope, doch dringt die Grüne Buschviper auch in höhere Regionen vor.

Auch in der Terraristik gibt es eine Toskana-Fraktion! Der Nordwesten Italiens überzeugt durch landschaftliche Schönheit, kulturelle Highlights, ein angenehmes Klima, kulinarische Spezialitäten - und eine überraschend abwechslungsreiche Reptilien- und Amphibienfauna. Von Höhlensalamandern über Landschildkröten bis zu einer ganz neu beschriebenen Viper gibt es hier allerhand zu entdecken. Lust auf einen kleinen Sommertrip?  von Kai Kolodziej

Der aus den Regionen Toskana, Ligurien und Piemont bestehende Nordwesten Italiens birgt nicht nur in kultureller und kulinarischer Hinsicht zahlreiche Besonderheiten. Speziell dem herpetologisch interessierten Naturfreund bietet diese Gegend im Umfeld von Pizza und Pasta zahlreiche Möglichkeiten zur Naturbeobachtung. Von den 26 Amphibien- und 36 Reptilienarten, die auf dem italienischen Festland vorkommen, sind immerhin 22 (Amphibien) und 25 (Reptilien) im Nordwesten des Landes heimisch, wodurch sich dieses Gebiet für einen Besuch für den naturinteressierten Beobachter besonders anbietet (Speybroeck et al. 2016). Zusammen mit meiner Freundin und einem befreundeten, ebenso herpetophilen Pärchen beschlossen wir, dieses Gebiet im April zu erkunden, um möglichst viele Reptilien und Amphibien aufzuspüren und fotografisch festzuhalten.