Das aktuelle Heft

Titelthema
Der Leopardgecko
Terrarientechnik
Großterrarien
Reise
La Palma
Haltung und Zucht
Smaragdgrüne Strauchnatter

Der Leopardgecko – gähn? Alles schon bekannt? Schon hundert Mal gelesen? Na, mal sehen! Dieser Klassiker ist immer noch eines der attraktivsten Terrarientiere und jedem Einsteiger wärmstens ans Herz zu legen. Aber auch „alten Hasen“ bietet er sicherlich noch manche Überraschung. Und dafür muss man nicht einmal auf die stetig wachsende Zahl an Farbmorphen schauen. Auch der gute, alte Natur-Leopardgecko vermag nach wie vor zu faszinieren! von Frank Krönke

Tiere, die in der Terraristik boomen, zeigen meist fünf charakteristische Eigenschaften:
1) Sie sind tendenziell ökologische Generalisten und daher meistens auch weit verbreitet, oder ihre Lebensansprüche treffen zufällig gut die häuslichen Haltungsbedingungen. Beides führt dazu, dass sie wenig empfindlich gegenüber Haltungsfehlern sind.
2) Sie sind häufig ansprechend gefärbt und gemustert, außerdem zeigen sie eine hohe Variabilität dieser Merkmale. Dementsprechend treten auch Farb- und Zeichnungsvarianten auf.
3) Sie sind unproblematisch in der Ernährung.
4) Sie sind leicht zu vermehren.
5) Sie zeigen ein „freundliches“, oft schon haustierartiges Wesen.

Segelechsen sind wahrhaftig außergewöhnliche Tiere! Es handelt sich nicht nur um die größten Agamen der Welt, dank ihrem riesigen Segel und dem auffälligen Schädel sind sie auch sonst eine auffällig-bizarre Erscheinung. Trotzdem kennen nur wenige sie näher, viele Angaben in der Literatur oder im Internet sind verwirrend oder schlicht falsch. Im Terrarium wurden sie zwar immer wieder gehalten, doch letztlich haben sie sich kaum stärker etabliert. Dabei können Segelechsen farblich spektakulär sein, mit Unterschieden sowohl zwischen den Arten als auch den Individuen. Dasselbe gilt für ihr Verhalten. Ein Bericht über die Haltung verschiedener Hydrosaurus-Arten seit 25 Jahren. Teil 1 (Nr. 143): Systematik, Biologie, Merkmale, Bestimmung; Teil 2 (Nr. 144): Zoohaltung, Erwerb, Zähmen, das Terrarium; Teil 3 (Nr. 145): Wasserteil, Einrichtung, Bepflanzung. von Oliver Fischer

Vor der Haltung meiner ersten Segelechsen in den 1990er-Jahren hatte ich bereits einige Zeit Erfahrung mit Grünen Leguanen (Iguana iguana) und gemerkt, wie wichtig UV-Strahlung für diese Tiere ist. Somit war es für mich intuitiv selbstverständlich, dass ich diesen Aspekt auch in der Haltung von Segelechsen berücksichtige.

Anders als die Langnasen-Strauchnatter ist die Smaragdgrüne Strauchnatter in unseren Terrarien bislang sehr rar, es liegen kaum Erfahrungen vor. Dabei handelt es sich um eine attraktive, baumbewohnende Art mit einer etwas überraschenden Vorliebe für Wasser. Aufgrund der spärlichen Literatur soll an dieser Stelle über bisherige Erfahrungen mit dieser Art berichtet werden, wenn bislang auch keine Nachzucht gelungen ist – nicht zuletzt mangels Männchen. von Oliver Gius

Philodrays viridissima, die Smaragdgrüne Strauchnatter, ist mit Sicherheit eine der Schlangenarten, die mehr Aufmerksamkeit in der Terraristik verdient hätten. Ihr faszinierendes Äußeres sowie die gute Haltbarkeit sprächen eigentlich sehr für sie. Wieso sie dennoch eine so untergeordnete Rolle spielt und bisher kaum beachtet wurde, ist nur schwer nachvollziehbar. Dieser Bericht soll mehr Interesse für diese Art wecken, damit sie sich hoffentlich eines Tages wie vor ihr schon die Langnasen-Strauchnatter (Philodryas baroni) in der Schlangenhaltung etablieren kann.