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Südafrika

Farbmorphenzüchtung speziell beim Königspython ist zu einem ganz eigenen Zweig in der Terraristik geworden. Wer glaubt, dass auf diesem Feld inzwischen alles abgegrast sei, der irrt. Immer wieder tauchen neue spektakuläre Varianten auf. Und nachdem der Markt eine Weile lang übersättigt schien, gibt es nun wieder eine verstärkte Nachfrage. von Stefan Broghammer

Die REPTILIA hat mich gebeten, etwas über die „neusten Morphen“ beim Königspython zu schreiben. Das ist gar nicht einfach. Welche sind interessant genug, um sie vorzustellen? Welche werden begehrt sein, welche nicht viel beachtet? Eine große Rolle spielt hierbei die „Promotion“, die ein Züchter für seine neuen Morphen macht. Nur etwas Neues zu züchten und als genetisch zu prüfen, das reicht meist nicht aus heutzutage. Es gibt schon so viele Morphen und viele ähneln einander. Wer vor rund zehn Jahren einen weißen Königspython gezüchtet hatte, konnte sicher sein, dass ihm die Szene die Tür einrennt, um die „Zutaten“ zu kaufen. Heute gibt es so viele Kombos, die am Schluss weiß sind, dass es schon fast wieder schade ist, wenn man „nur“ weiße Tiere anbietet.

Riedfrösche sind die Charakterfrösche Afrikas südlich der Sahara. Die Winzlinge begeistern mit bunten Farben und einer eindrucksvollen Vielfalt. von Beat Akeret

Es ist mitten in der Nacht und dunkel „wie im Innern einer Kuh“. Ich stehe alleine mitten auf der Straße. Kein Mond, keine Sterne, keine Lichter von umliegenden Dörfern oder Fahrzeugen durchdringen die Dunkelheit. Der Lärm ist ohrenbetäubend, schrill, nahe der Schmerzgrenze. Tausendfach schallen hohe, scharfe Triller aus allen Richtungen aus dem hohen Gras. Doch zu sehen ist nichts. Kein Mensch, kein Tier. Das einzige Zeichen von Leben ist der fast unerträgliche Lärm. Wer oder was nur kann ein solch nächtliches Akustik-Inferno veranstalten? Vögel? Insekten? Oder doch irgendein von Menschenhand geschaffenes Gerät?

Südafrikas Norden mit dem weltberühmten Krüger-Nationalpark ist eines der beliebtesten Reiseziele für alle, die viele Großsäuger im natürlichen Lebensraum erleben wollen. Doch die Region hält noch viele weitere lohnende Ziele bereit, und neben Klassikern wie Elefanten und Löwen gibt es auch in der Reptilien- und Wirbellosenwelt reichlich zu entdecken. Auch auf einem Familienurlaub mit dreijährigem Kind. von Volker Harport

Im Januar 2018 verbrachten wir unseren Familienurlaub in Südafrika. Es wurde die erste große Reise mit unserem dreijährigen Sohn. Wir besuchten unsere langjährigen Freunde, die Familie Reissig, in Johannesburg und entspannten im warmen südafrikanischen Sommer. Natürlich wollten wir auch die Natur genießen und Wildtiere beobachten. Uns ist es besonders wichtig, dass unser Sohn mit Tieren aufwächst und die Natur kennen und schätzen lernt. Er unterstützt mich bei der Heimtierpflege unserer Terrarien und ist sehr gerne bei Zoobesuchen dabei. In Johannesburg unternahmen wir Tagesausflüge in den Johannesburger Zoo, besichtigten den Vogelpark Montecasino und das Rhino and Lion Nature Reserve in Krugersdorp.
Mit Susanne Reissig besuchte ich die bekannten Spinnenexperten Astri und John Leroy. Das Ehepaar leitet seit mehreren Jahren den Spider Club of Southern Africa. Sie bieten Exkursionen an und schrieben mehrere Spinnenbücher. Astri und John gaben mir viele wertvolle Informationen über Habitate von Skorpionen und Vogelspinnen.