Das aktuelle Heft

Titelthema
Afrikanische Fettschwanzgeckos
Haltung und Zucht
Boelens Python
Reise
Thailand
Haltung und Zucht
Federschwanzgeckos

Die Geckos des afrikanischen Festlands haben eine erstaunliche Vielfalt entwickelt. 309 Arten aus 28 Gattungen wurden bisher beschrieben – und jedes Jahr werden noch immer neue Taxa entdeckt. Gerade im südlichen Afrika ist die Diversität besonders groß: ein echter Gecko-Hotspot! von Mirko Barts

Bei afrika­nischen Ge­ckos handelt es sich um klei­ne bis mittelgroße Echsen. Die kleinsten Vertreter sind wohl einige südafrikanische Geckos der Gattung Goggia, die gerade mal 50 mm Gesamtlänge erreichen. Die Schwanzlänge fast aller Arten entspricht etwa der Kopf-Rumpf-Länge (KRL).

Boelens Python ist eine der seltensten und faszinierendsten Riesenschlangen, die in unseren Terrarien gehalten werden. Man braucht viel Platz, um diese außergewöhnlichen, aber auch außergewöhnlich attraktiven Schlangen zu halten. Die Jungtiere überraschen mit einer völlig anderen Färbung. von Markus Borer

Es gibt mehrere Gründe dafür, dass Simalia boeleni so selten in der Terraristik-Szene anzutreffen ist. Die Tiere stammen aus dem Hochland von Neuguinea und von der vorgelagerten Insel Goodenough. Die klimatischen Gegebenheiten ihres Lebensraums, die Hochlandregenwälder in Höhenlagen von 1.000–2.600 m, sind im Großraum-Terrarium nicht leicht umzusetzen. Auch die Größe der Schlange selbst und die deshalb benötigte Größe des Terrariums sind wichtige Faktoren, warum diese Art bislang nicht sehr weit in der Hobbyhaltung verbreitet ist. Der Export von Wildfangtieren aus Neuguinea ist inzwischen verboten. Zudem gibt es nur spärliche Informationen und Angaben zur Haltung und erfolgreichen Vermehrung dieses speziellen und außergewöhnlichen Pythons im Terrarium. Einer der wenigen detaillierteren Artikel wurde 2017 in der REPTILIA veröffentlicht (Heuberger & Heuberger 2017). Auch deshalb ist die REPTILIA der richtige Platz, meine Erfahrungen mit dieser besonderen Riesenschlange mit der interessierten Leserschaft zu teilen.

Thailand bietet mit seinem tropischen Klima ideale Lebensbedingungen für eine Vielzahl an Reptilien und Amphibien. Unsere Autoren besuchten den Süden Thailands vom 9. September bis 20. September 2016 und vom 6. Juli bis 9. Juli 2018 und konnten eine ganze Reihe an Vertretern der Herpetofauna beobachten. von Kai Kolodziej und Chantal Cenker

Bei unseren zwei Aufenthalten im Süden Thailands besuchten wir u. a. das Gebiet um die Stadt Trang. Hier konnten wir die Malaiische Gruben­otter (Calloselasma rhodostoma) in großer Stückzahl finden. In dem Stück Regenwald, in dem wir unterwegs waren, war die Art tagsüber fast nicht aufzufinden, nachts allerdings war die Menge sehr beeindruckend. Wir konnten in einer Nacht zehn Exem­plare nachweisen!