Zum Aufessen sind sie wirklich viel zu schade, die putzigen und hübschen Reisfeldfrösche aus Südostasien. Berichte über ihre erfolgreiche Haltung und Nachzucht waren bislang absolute Mangelware. Höchste Zeit, das zu ändern. von Kriton Kunz

Im Allgemeinen haben Terrarianer ja ein eher sachlich interessiertes Verhältnis zu ihren Tieren. Wenn ich aber in ein Aufzuchtbecken schaue, in dem Dutzende junger Reisfeldfrösche munter kleinen Heimchen hinterherjagen, ertappe ich mich schon dabei, wie ich denke: „Och, die sind aber putzig!“

Die aus Nordafrika stammende Atlasagame ist eine kräftige, lebhafte Echse. Die Tiere gelten als schreckhaft, werden aber im Terrarium ausgesprochen zutraulich. Auch die Nachzucht kann über Jahre gelingen. von Angelika Hollerbaum

Wir halten seit vielen Jahren Reptilien, und besonders haben es mir dabei die Agamen angetan. Bei einem Vortrag über Marokko hörte und sah ich zum erstem Mal Agama impalearis und war von den kleinen Atlasagamen gleich begeistert.
Im November 2013 konnte ich eine Gruppe Jungtiere erwerben. Die Kleinen bezogen ein Terrarium mit den Maßen 180 x 60 x 60 cm mit selbst gestalteter Rückwand im Wohnzimmer. Die Grundbeleuchtung besteht aus einem LED-Stab und zwei Tageslicht-UV-Lampen (Bright Sun, 35 W), die einen Stein anstrahlen. Unter dem Stein ist eine Heizmatte (8 W) angebracht, die früh am Morgen, noch vor dem Anschalten des Lichts, den Stein für zwei Stunden erwärmt. In der Nacht ist ein Vernebler zugeschaltet, der mehrmals in der Nacht 10 Minuten arbeitet und so für ausreichend Feuchtigkeit sorgt.

Klein, aber fein! Nur rund 2 cm wird die hier vorgestellte Pfeilgiftfroschart groß, aber sie besticht nicht nur durch ihr hübsches Äußeres, sondern auch durch ihr interessantes Verhalten – dazu zählt u. a., dass die Tiere ihre Larven in fließendem Wasser absetzen. Das gilt es natürlich auch bei der Pflege zu berücksichtigen. von Tijl Liekens

Ich bin ein belgischer Pfeilgiftfrosch-Enthusiast und züchte seit über zehn Jahren diverse Arten dieser faszinierenden Frösche. Auf Instagram zeige ich regelmäßig Bilder aus meinen Terrarien, schauen Sie gerne einmal vorbei unter: https://www.instagram.com/urban__jungles/.
2014 habe ich vier Nachzuchten von Ameerega hahneli „Tahuayo“ von Ruud Schouten, dem Inhaber der Firma „Dutch Rana“, gekauft. Er hatte diese Frösche aus Kanada von der Firma „Understory Enterprises“ importiert. Zum Zeitpunkt der Übernahme waren die Frösche noch zu klein, um das Geschlecht erkennen zu können.

Kronenbasilisken sind elegante, ruhige und ausgesprochen hübsche Baumbewohner, die sich gut im Terrarium halten lassen. Unser Autor pflegt diese besonderen Leguane nun seit mehr als zehn Jahren – und konnte dabei interessante Beobachtungen machen. von Klaus Kirchschlager

Kronenbasilisken gehören zur Familie Corytophanidae, den Basilisken und Helmleguanen, die wiederum Teil der großen Gruppe der Leguanartigen (Iguania) ist. Die Gattung Laemanctus wird inzwischen in vier Arten unterteilt: Laemanctus serratus und L. longipes sind die beiden bekanntesten. In jüngerer Zeit wurde L. julioi aus Honduras neu beschrieben und L. waltersi, ebenfalls aus Honduras, vom Status einer Unterart von L. longipes in den Artrang erhoben. Von L. longipes werden weiterhin noch zwei Unterarten anerkannt, von L. serratus drei.

Der Hühnerfresser ist eine große, kräftige Natter aus dem tropischen Amerika. Er ist ungewöhnlich lebhaft und für Schlangenverhältnisse ein echter Vielfraß. Sein ungestümes Verteidigungsverhalten legt er im Terrarium rasch ab. Die Eingewöhnung von Wildfängen ist heikel, Nachzuchttiere dagegen können gut gepflegt werden. von Volker Franz

Der Hühnerfresser (Spilotes pullatus) hat ein großes Verbreitungsgebiet, das sich von Südmexiko bis nach Nordargentinien erstreckt. Seine Lebensräume sind Savannen, Galeriewälder, tropische Primär- und Sekundärregenwälder sowie Mangroven. Als Kulturfolger wird er nicht selten im Umfeld menschlicher Ansiedelungen angetroffen. Meist hält er sich in der Nähe von Gewässern wie Teichen und Flüssen auf. Er bewohnt hauptsächlich das Flachland bis in Höhenlangen von 1.500 m. In Kolumbien soll sich seine vertikale Verbreitung aber bis auf Höhenlagen von 2.600 m erstrecken.

Wildfänge selten importierter Achatschneckenarten erfolgreich zu etablieren, kann eine große Herausforderung sein. Umso schöner, wenn es schließlich doch klappt und die „Unhaltbaren“ sich als durchaus haltbar erweisen – und sogar reichlich vermehren. von Melanie Görner

Während einige Achatschneckenarten sehr häufig gehalten werden, sind andere nach wie vor Raritäten in unseren Terrarien. Die hier vorgestellte Archachatina knorrii ist eine kleine, farbenfrohe Art mit einer Gehäusegröße von 6–7 cm. Das ausgeprägte Rot, das vom Apex bis zur dritten Windung reicht, und das kräftig gelbe Haus mit quer verlaufenden, schwarzen Streifen sind Alleinstellungsmerkmale dieser besonderen Spezies.

Beim Fußball heißt es, Deutschland habe 80 Millionen Bundestrainer. Beim Thema Achatschnecken ist es ganz ähnlich: Fast jeder, der diese Tiere hält, schwört auf sein ganz persönliches Rezept – jedoch sind viele dieser seit Langem wiederholten „Mantras“ mittlerweile überholt.
von Ingo Fritzsche

Wie sollte eine optimale Haltung von Achatschnecken aussehen? Bei den Antworten auf diese Frage werden häufig veraltete Methoden als einzig richtige Haltungsweise dargestellt. Sie stammen oft aus Berichten, die seit vielen Jahren immer wieder unkritisch kopiert wurden. Im Folgenden möchte ich einige essenzielle Haltungsempfehlungen einem kritischen Blick unterziehen.

Die Nachzucht der bedrohten Fidschileguane ist immer noch etwas Besonderes – vor allem, wenn die Zeitigung der Eier gleich zwei Mal im großen Schauterrarium eines Zoos gelungen ist. von Jochen Scholdei

Die vier Arten der Fidschi­leguane (Brachylophus) gehören zu den Echten Leguanen (Familie Iguanidae) und bewohnen die Südsee-Inselstaaten Fidschi, Tonga und Vanuatu. Es handelt sich um tagaktive Tropenwaldechsen, die im Geäst von Sträuchern und Bäumen leben und entsprechend gut klettern können.

Der Ausgangspunkt war ein trauriger: beschlagnahmte geschmuggelte Schildkröten. Doch daraus wurde im Allwetterzoo Münster eine über viele Jahre konstante Nachzucht bis in die F2-Generation, bei der die Gelege im Gehege belassen und ausgebrütet werden können. von Jochen Scholdei

Bereits in der REPTILIA Nr. 77 (Juni/Juli 2009) und Nr. 80 (Dezember 2009/Januar 2010) hatte ich über die erfolgreiche Haltung und Nachzucht der im Juni 2004 aus Hongkong in den Allwetterzoo Münster gebrachten Indischen Sternschildkröten (Geochelone elegans) berichtet. Die CITES-Behörde von Hongkong hatte sich damals an die TSA Europe (Turtle Survival Alliance) gewandt, um die beschlagnahmten Tiere, die sehr wahrscheinlich aus Sri Lanka stammten, zu verteilen. Der Allwetterzoo hatte damals zwei Männchen und drei Weibchen übernommen und später zur Nachzucht gebracht – es gelangen sogar Schlupf und Aufzucht von zwei Schildkrötenzwillingen.

Wenig beachtet, aber überraschend hübsch: Der Sechsstreifen-Kanarenskink entpuppt sich bei näherem Hinsehen nicht nur als buntes Schmuckstück, sondern auch als idealer Terrarienbewohner, der zudem ausgesprochen friedlich auch im Umgang mit seinesgleichen ist. von Friedrich Rudolf Becker

Skinke (Scincidae), auch Glattechsen genannt, bilden mit rund 1.500 Arten die zahlenmäßig größte Familie unter den Echsen. Sie kommen weltweit in den unterschiedlichsten Lebensräumen der Tropen und Subtropen vor und treten nicht selten als Kulturfolger auf.
In die Terrarienhaltung haben die verschiedensten Arten Eingang gefunden. Begehrt sind u. a. die australischen Blauzungenskinke (Tiliqua), asiatische Baumskinke (Lamprolepis) oder auch das urtümliche Rotaugen-Buschkrokodil (Tribolonotus gracilis).