Auch im Terrarium kann man immer noch spannende Beobachtungen an Leopardgeckos tätigen, und noch längst nicht alle Fragen sind geklärt. Gleichzeitig tun sich ganz neue Betätigungs- und Diskussionsfelder auf - nicht zuletzt durch die Massen an Farbzuchten. Einige Facetten zum vielleicht populärsten Terrarientier überhaupt. von Frank Krönke

Über die richtige Haltung von Leopardgeckos im Terrarium ist bereits viel und gut geschrieben worden (z. B. Seufer et al. 2005; Grießhammer & Köhler 2009; Henkel & Schmidt 2013; Duscha & Drewes 2015), weshalb ich an dieser Stelle nur auf die häufigsten Haltungsfehler hinweisen möchte:

  • Zu warme und trockene Terrarien, in denen die Tiere nicht (ausreichend) zwischen warm und kühler sowie zwischen trocken und (leicht) feucht wählen können. Leopardgeckos sind zwar sehr robust und tolerieren auch Fehler erstaunlich gut, doch geht es ja nicht darum, was die Tiere (gerade noch) aushalten, sondern wie die Optimalbedingungen aussehen!
  • Kalzium- und Vitaminmangel in der Ernährung, besonders bei Weibchen, die regelmäßig Gelege produzieren
  • Überfütterung führt zu trägen, wurstartigen Geckos und ist der Gesundheit und dem Wohlbefinden abträglich

Werden Leopardgeckos gut gehalten, können sie ein recht hohes Lebensalter erreichen. Das ist natürlich nur von einzelnen Tieren veröffentlicht, eine repräsentative Aussage ist daher nicht möglich. Dennoch zeigen uns diese Daten, was unter optimalen Bedingungen zu erreichen wäre. Schifter (1988) berichtet von einem Lebensalter von 23 Jahren für ein ca. 1964 juvenil wild gefangenes Tier. Bedenken wir dann noch, dass das Wissen über die Haltungsansprüche damals wesentlich geringer war als heute, ist dieses Alter noch ein bisschen erstaunlicher. Die vermutlichen Rekordhalter sind die Leopardgeckos von Esther Laue, die 2020 seit 41 Jahren im Terrarium leben und ein Lebensalter von etwa 43 Jahren haben (E. Laue, pers. Mittlg.). In einem Interview betont Frau Laue (2016), dass sie sehr natürlich eingerichtete Terrarien hat, mit Steinen und einer tiefen Bodenschicht, die an einigen Stellen feucht ist, in der die Geckos graben und sich somit ihren optimalen Aufenthaltsbereich aussuchen können. Darüber hinaus verwendet sie Heizsteine, die am Abend für ein paar Stunden eingeschaltet sind, sodass sich die Tiere zum Anbruch ihrer Aktivitätsphase aufwärmen können. In der Nacht findet eine deutliche Temperaturabsenkung statt.
Eine wichtiger Aspekt für eine gute Gesundheit sind parasitologische Sammelkotuntersuchungen (von mehreren Tagen), vor allem auf Cryptosporidien, „Würmer“, Bandwürmer und Kokzidien. Heute gibt es eine Vielzahl von ...

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 146