Spanien ist das beliebteste Urlaubsland der Deutschen. Aber während „Normaltouristen“ wegen Stränden, Sangria und vielleicht noch Kathedralen anreisen, werden Terrarianer von einer besonders artenreichen Herpetofauna gelockt. Beiden gemeinsam dient als Zugkraft jedoch zweifellos die reichlich scheinende spanische Sonne ... Aber selbst im Winter ist Spanien für Amphibien- und Reptilienfreunde ein lohnendes Ziel, wie dieser Exkusionsbericht einer Reise im Februar zeigt.  von Thomas Bamann

Unverhofft kommt oft – und so hatte ich von einem Tag auf den anderen die Möglichkeit, in den Süden Spaniens zu fliegen und fünf Tage nichts anderes zu tun, als nach Viechern zu suchen. Eine solche Chance muss man einfach nutzen! Einen Freund meines Kumpels Dominik hatte es erwischt – Corona natürlich –, und plötzlich war ein Platz im Flugzeug für mich frei. Vom übersichtlichen Provinzflughafen in Memmingen flogen wir an einem Abend Ende Februar nach Malaga. 

Naturpark Los Alcornocales
Nach Erledigung des Notwendigen (Mietwagen holen, zum Hotel fahren, schlafen) und herpetologisch ausgehungert durch den langen deutschen Winter, starteten wir am nächsten Morgen voller Vorfreude auf spannende Beobachtungen in den nördlich von Gibraltar gelegenen Naturpark Los Alcornocales. Die Witterung meinte es gut mit uns, es war bedeckt bei 14 °C, zudem begann es während der Fahrt zu regnen – perfekte Bedingungen für unseren ersten Stopp bei der eigentümlichen Unterart des Feuersalamanders Salamandra salamandra longirostris. Im Vergleich zu anderen Unterarten besitzt diese eine spitz zulaufende Schnauze, die ihr auch den wissenschaftlichen Namen „longirostris“ (langschnäuzig) einbrachte (Speybroeck et al. 2016). Schon auf dem Weg durch das Mittelgebirge lockte uns noch vor Erreichen des Parks ein idyllischer Wildbach an seine Ufer und bescherte uns die ersten Tierfunde. Kleine Iberische Wasserfrösche (Pelophylax perezi) hüpften daneben ins Wasser, als wir sie am Ufer aufstöberten, die Reptilien allerdings hatten sich aufgrund des kühlen Wetters zurückgezogen.


den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 163