Der Türkisblaue Zwergtaggecko wurde plötzlich zum Shootingstar der Terraristik. Leider drohten die Massenimporte, die Art mit dem sehr kleinen Verbreitungsgebiet ernsthaft zu gefährden. Inzwischen ist sie streng geschützt – aber noch keineswegs gerettet, denn die Lebens­raumzerstörung geht weiter. Umso wichtiger ist es nun, die Terrarienpopulation zu erhalten. Für die Weitergabe von Nachzuchten braucht man nun aber eine Genehmigung, und für diese müssen die Tiere eindeutig wiedererkennbar sein. Zum Glück ist das durchaus möglich, wie unsere Autorin herausgefunden hat. von Beate Röll

Der Türkisblaue Zwergtaggecko ist der farbenprächtigste Vertreter der Gattung Lygodactylus. Er wurde 1952 von Arthur Loveridge als „turquoise-blue gecko” beschrieben: auf einer einzigen Seite und anhand eines einzigen männlichen Exemplars. Lange Jahre blieb diese Art aus Tansania der Öffentlichkeit mehr oder weniger unbekannt, bis im Jahre 2002 in einem Feldführer über ostafrikanische Reptilien Fotos zu finden waren: ein türkisblaues Männchen und ein bronzefarben-grünliches Weibchen (Spawls et al. 2002). Wenige Jahre später tauchte die Art in der Terraristik auf, hier oft als Himmelblauer Zwergtaggecko bezeichnet. Offenbar wurden ungefähr seit 2006 Tiere in größerer Anzahl aus Tansania exportiert.

Moderne Zoos sollen die Besucher begeistern, unterhalten und sie gleichzeitig für den Schutz der Tiere und der natürlichen Lebensräume sensibilisieren. Zwei neu eröffnete zoologische Anlagen in der Schweiz haben erfreulicherweise versucht, dieses Ziel auch verstärkt mit Amphibien und Reptilien umzusetzen. Einer, der an der Entstehung dieser spektakulären Großanlagen beteiligt war, ist Oliver Fischer von der Firma X-Reptile, die Leuchtmittel für die Terraristik herstellt. In diesem Mehrteiler in REPTILIA hat er zunächst die neuen Anlagen Aquatis in Lausanne (REPTILIA Nr. 129 & 130) und das Savannenhaus im Walter Zoo Gossau (REPTILIA Nr. 131) vorgestellt, um jetzt auf die praktische Umsetzung moderner Terrarienbeleuchtung für Schauanlagen am Beispiel von Aquatis einzugehen. von Oliver Fischer

Auch als Terrarianer in den eigenen vier Wänden kann man sicher einige unserer Überlegungen bei der Bestückung der neuen Terrarienanlagen von Aquatis und anderen zoologischen Anlagen übernehmen.
Wie in meinem Grundlagenartikel zur Terrarienbeleuchtung in der REPTILIA Nr. 128 beschrieben (Fischer 2017), ist eine der meiner Meinung nach wichtigsten Erkenntnisse der letzten Jahre, dass Reptilien Licht und damit die Umwelt völlig anders sehen als wir Menschen. Was wir als ein helles, natürlich weißes Lampenlicht empfinden, wird in vielen Fällen von den Tieren ganz anders wahrgenommen. Dies liegt vor allem daran, dass ihre Sehzellen in der Netzhaut in anderen Bereich absorbieren und damit anders auf die Umwelt reagieren als bei uns Menschen.

Moderne Zoos sollen die Besucher begeistern, unterhalten und sie gleichzeitig für den Schutz der Tiere und der natürlichen Lebensräume sensibilisieren. Zwei neu eröffnete zoologische Anlagen in der Schweiz haben erfreulicherweise versucht, dieses Ziel auch verstärkt mit Amphibien und Reptilien umzusetzen. Einer, der an der Entstehung dieser spektakulären Großanlagen beteiligt war, ist Oliver Fischer von der Firma X-Reptile, die Leuchtmittel für die Terraristik herstellt. In diesem Mehrteiler in REPTILIA stellt er Ihnen die neuen Anlagen Aquatis in Lausanne und das Savannenhaus im Walter Zoo Gossau vor, um schließlich in der nächsten Ausgabe (REPTILIA Nr. 132, August 2018) auf die praktische Umsetzung moderner Terrarienbeleuchtung für Schauanlagen einzugehen. von Oliver Fischer

Die Schweiz ist ein kleines Land und besitzt entsprechend nicht die Menge an Zoos und großen Tierparks wie Deutschland. Am bekanntesten auch außerhalb der Schweiz sind natürlich die beiden zoologischen Gärten in Basel und Zürich, die im Handbuch der Zoos Europas sogar international zu den besten gezählt werden, durch wegweisende Projekte auf sich aufmerksam gemacht haben (Sheridan 2016) und in denen man auch als herpetologisch Interessierter einiges entdecken kann. Der Walter Zoo in Gossau bei St. Gallen, heute als „Abenteuerland Walter Zoo“ vermarktet, ist mit einer Fläche von rund 5,5 ha zwar kein Großzoo, aber dennoch der größte privat betriebene Zoo der Schweiz und verwurzelt in seiner Geschichte gerade für Familien ein beliebtes Ausflugziel. Ursprünglich wurde der Zoo 1961 vom österreichischen Zirkusschausteller und Namensgeber Walter Pischl, der mit seiner Frau und vielen Tieren die Schweiz bereiste, als „Tierli-Walter“ gegründet. Heute wird er von einem motivierten, jungen Team unter der Leitung von Direktorin Karin Federer geführt. Wissenschaftliche Kriterien stehen im Vordergrund, und seit 1993 ist der Zoo Mitglied der europäischen Zoo-Vereinigung EAZA, mit der entsprechenden Teilnahme an internationalen Zuchtprogrammen.

 Moderne Zoos sollen die Besucher begeistern, unterhalten und sie gleichzeitig für den Schutz der Tiere und der natürlichen Lebensräume sensibilisieren. Zwei neu eröffnete zoologische Anlagen in der Schweiz haben erfreulicherweise versucht, dieses Ziel auch verstärkt mit Amphibien und Reptilien umzusetzen. Einer, der an der Entstehung dieser spektakulären Großanlagen beteiligt war, ist Oliver Fischer von der Firma X-Reptile, die Leuchtmittel für die Terraristik herstellt. In diesem Mehrteiler in REPTILIA stellt er Ihnen die neuen Anlagen Aquatis in Lausanne und das Savannenhaus im Walter Zoo Gossau vor, um schließlich auf die praktische Umsetzung moderner Terrarienbeleuchtung für Schauanlagen einzugehen.

Die Neueröffnung von Aquatis, dem größten Süßwasser-Aquarium-Vivarium Europas, die im Herbst 2017 erfolgte, hat bereits im Vorfeld für viel Spannung gesorgt. Hier fanden der Komodowaran, die beiden seltenen Westafrikanischen Krokodile und viele andere Reptilien des geschlossenen Vivarium de Lausanne ein neues Zuhause.  

 Recycling ist in aller Munde. Auch im Terrarienbau kann man gebrauchte Elemente zu etwas ansprechendem Neuen zusammenfügen. Und gerade bei Großterrarien lässt sich dabei sogar ordentlich etwas sparen.

Nach 14 Jahren Haltung von Grünen Wasseragamen (Physignathus cocincinus) stand im vergangenen Jahr ein Bestandswechsel hin zu Australischen Wasseragamen (Intellagama lesueurii) an – und damit verbunden auch ein Neubau des Terrariums. Von einem befreundeten Zoohändler erhielt ich zwei gebrauchte Aquarien mit den Maßen 200 x 50 x 50 cm, die als Fundament (Wasserteil vorne und Substrat hinten) dienen sollten. Anfang des Jahres erwarb ich dann günstig einen Schaukasten mit den Maßen 200 x 160 x 80 cm. Dieser sollte später als Aufbau genutzt werden, wobei der Rahmen aus Stahl sich bereits bei der Abholung als zu schwer herausstellte, aber allein für die großen Glasscheiben lohnte sich die Übernahme. So war der grobe Plan im Vorfeld – frei nach dem Motto „aus Alt mach Neu“!
Nachdem das alte Terrarium abgebaut war, begann ich mit einem Unterbau aus Holzbalken, der zur Sicherheit mit Teichfolie umkleidet wurde, um evtl. austretendes Wasser in dieser Wanne aufzufangen. Passgenau auf der Balkenkonstruktion sollten die Seitenscheiben der beiden Aquarien stehen.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 129