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Wüstenagamen
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Haltung und Zucht
Saara loricata

Saara loricata ist eine wundervolle Wüstenagame für das Terrarium – attraktives Äußeres und spannend zu beobachtendes Verhalten lohnen ihre Pflege allemal. Dornschwanzagamen-Spezialist Kamiel Hamers stellt die eindrucksvolle Art ausführlich vor. von Kamiel Hamers

Das erste Mal, dass ich ein Bild der Irakischen Dornschwanzagame sah, die seinerzeit wissenschaftlich noch Uromastyx loricata hieß, war im einschlägigen Buch von Thomas Wilms. Erst im Jahr 2010 allerdings kontaktierte mich ein Freund und teilte mir mit, dass Petr Kodym (der Züchter der Art aus dem erwähnten Buch von Wilms) Jungtiere aus eigener Nachzuchten abzugeben hatte. Damals vermehrte ich einige wenige Arten der Dornschwanzagamen und freute mich, nun auch diese selten zu sehende Spezies zu bekommen.

Der Anblick einer Bärtigen Krötenkopfagame, die mit ihren rosa Hautlappen an den Mundwinkeln droht, ist schon für sich genommen sehr spektakulär. Die Tiere dann auch noch bei ihrer innerartlichen Kommunikation mit eigenartigen Schwanzbewegungen zu beobachten und sie zur Vermehrung zu bringen, zählt sicher zu den Höhepunkten in der terraristischen Laufbahn von Agamenfreunden. von Daniel Porcu

Die Gattung der Krötenkopf­agamen (Phrynocephalus) umfasst rund 30 Arten. Ihre Verbreitung reicht von der Arabischen Halbinsel über Osteuropa und Mittelasien bis in die Mongolei und den Nordosten Chinas, wo sie bevorzugt aride Lebensräume mit sandigem Boden besiedeln.

Bartagamen gehören zu den beliebtesten Terrarientieren schlechthin. Aber es scheint wenig im Bewusstsein zu sein, dass diese Sonnenanbieter sich auch gut für Freilandaufenthalte eignen. Ein Erfahrungsbericht. von Kevin Keßler

Anfang 2018 entstand die Idee, uns ein Freizeitgrundstück (Garten) für einen Teil unserer Tiere zuzulegen. So begaben wir uns auf die Suche und hatten schnell das Glück, einen geeigneten Ort zu finden. Das Grundstück ist um einiges größer, als wir es uns ursprünglich gedacht hatten, und so entwickelten sich auch die Pläne weiter, auch den Wüsten- und Steppenbewohnern unseres Hauses eine größere Fläche zur Verfügung zu stellen.

Ausgerechnet in Wüstengebieten leben einige der buntesten Echsen überhaupt. Und einige der merkwürdigsten noch dazu. Besonders erfolgreich konnten sich in den Trockengebieten der Alten Welt Agamen durchsetzen. Doch der Klimawandel droht diese Erfolgsgeschichte zu beenden. von Philipp Wagner

Es gibt zahlreiche Wüsten. Reine Sandwüsten, Steinwüsten, Ge­röllwüsten, ja sogar Eiswüsten. Ihnen allen gemein ist, dass viele Menschen sie in der Regel eher als trostlos, öde, einheitlich, ja manche sogar als langweilig empfinden. Und dennoch kommen in ihnen die schönsten und spannendsten Echsen vor, die wir kennen! Gut, das mag übertrieben klingen und ist es vielleicht auch – aber ich beschäftige mich jetzt seit gut 15 Jahren mit den „Wüstenagamen“, und das mag mein Bild nun einmal etwas verfälschen.