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Titelthema
Afrikanische Fettschwanzgeckos
Haltung und Zucht
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Haltung und Zucht
Federschwanzgeckos

Die Geckos des afrikanischen Festlands haben eine erstaunliche Vielfalt entwickelt. 309 Arten aus 28 Gattungen wurden bisher beschrieben – und jedes Jahr werden noch immer neue Taxa entdeckt. Gerade im südlichen Afrika ist die Diversität besonders groß: ein echter Gecko-Hotspot! von Mirko Barts

Bei afrika­nischen Ge­ckos handelt es sich um klei­ne bis mittelgroße Echsen. Die kleinsten Vertreter sind wohl einige südafrikanische Geckos der Gattung Goggia, die gerade mal 50 mm Gesamtlänge erreichen. Die Schwanzlänge fast aller Arten entspricht etwa der Kopf-Rumpf-Länge (KRL).

Der Afrikanische Fettschwanzgecko ist zwar in der Terraristik ein alter Bekannter, aber sein Stern geht dennoch gerade erst leuchtend auf: Morphenzüchter haben die Art für sich entdeckt und etliche attraktive Farbformen erzielt. Allmählich schwappt der Trend aus den USA und einigen europäischen Nationen auch in die deutschsprachigen Länder. von Manuel Diego (Manu_KP)

Bei Hemitheconyx caudicinctus han­delt es sich um einen mittelgroßen, bodenlebenden Gecko, der im Deutschen auch Afrikanischer Fettschwanzgecko oder Afrikanischer Krallengecko genannt wird. International ist er unter Liebhabern als „African fat-tailed gecko“ bekannt, was häufig mit AFT abgekürzt wird, beispielsweise in einschlägigen Foren oder sozialen Medien.
Wir haben es hier mit einem wundervollen und sehr interessanten Tier zu tun, das ein etwas schüchternes Verhalten zeigt. Ursprünglich stammt die Art aus Westafrika, genauer gesagt aus der Region zwischen Kamerun und Nigeria im Osten sowie Senegal im Westen. Dort bewohnen diese Geckos felsige oder mit Gesträuch bestandene Gebiete. Das Klima im Verbreitungsgebiet ist warm und trocken.

Pachydactylus rugosus lebt im südwestlichen Afrika in Trockenflüssen. Lange Jahre war sein Mikrohabitat unbekannt und Tiere wurden nur zufällig gefunden. Außerdem ist er eine außergewöhnliche Geckoart: Sein skurriles Aussehen, die geringe Größe und seine Verhaltensweisen machen ihn zu einem besonders interessanten Terrarienbewohner. von Mirko Barts

Die Gattung Pachydactylus (Dickfingergeckos) besteht aus 57 Arten, die nahezu alle Habitate des südlichen Afrikas bevölkert haben. Die nördliche Verbreitung endet kurz vor dem Äquator. Während im Süden viele Arten sympatrisch, also im gleichen Biotop, vorkommen und die einzelnen Taxa direkt aneinander grenzende Ha­bitate besiedeln, dünnt sich die „Pachydactylus-Dichte“ gen Norden deutlich aus, und es werden nur noch besondere Lebensräume von einzelnen Taxa genutzt.

Der erst im Jahr 2008 beschriebene Federschwanzgecko ist ein seltener Gast in der Terraristik. Aber in den letzten 15 Jahren konnten erste Erfahrungen in der Terrarienpflege gesammelt werde, die hier zusammengefasst geschildert werden sollen. Auch die Nachzucht dieses spektakulären Geckos ist inzwischen gelungen. von Mirko Barts

Der Federschwanzgecko ist eine seltene Erscheinung in unseren Terrarien. Sein Lebensraum ist nach heutigem Kenntnisstand auf den Iona-Nationalpark (das größte Schutzgebiet des Landes) und die angrenzenden Gebiete im südwestlichen Angola beschränkt. Die nachtaktiven Tiere leben am Fuß großer Felsansammlungen und verbringen den Tag unter von Erosion abgesprengten Felsplatten, die wenig direkte Sonneneinstrahlung erhalten. Diese Tagesverstecke werden oft von vielen Geckos derselben Art genutzt.