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Achatschnecken sind beliebt wie nie! Aber in ihrem Kielwasser ziehen auch immer wieder Arten anderer Weichtierfamilien in die Terrarien der Liebhaber dieser liebenswerten „Schleimer“. Ein Überblick. von Melanie Görner

Einige Schneckenarten erfreuen sich seit Jahrzehnten hoher Beliebtheit, andere unterliegen Trends, und immer wieder werden auch neue Spezies ins Hobby eingeführt – nicht alle etablieren sich auf Dauer. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen einige der am häufigsten gehaltenen Arten und Unterarten vorstellen.

Beim Fußball heißt es, Deutschland habe 80 Millionen Bundestrainer. Beim Thema Achatschnecken ist es ganz ähnlich: Fast jeder, der diese Tiere hält, schwört auf sein ganz persönliches Rezept – jedoch sind viele dieser seit Langem wiederholten „Mantras“ mittlerweile überholt.
von Ingo Fritzsche

Wie sollte eine optimale Haltung von Achatschnecken aussehen? Bei den Antworten auf diese Frage werden häufig veraltete Methoden als einzig richtige Haltungsweise dargestellt. Sie stammen oft aus Berichten, die seit vielen Jahren immer wieder unkritisch kopiert wurden. Im Folgenden möchte ich einige essenzielle Haltungsempfehlungen einem kritischen Blick unterziehen.

Wildfänge selten importierter Achatschneckenarten erfolgreich zu etablieren, kann eine große Herausforderung sein. Umso schöner, wenn es schließlich doch klappt und die „Unhaltbaren“ sich als durchaus haltbar erweisen – und sogar reichlich vermehren. von Melanie Görner

Während einige Achatschneckenarten sehr häufig gehalten werden, sind andere nach wie vor Raritäten in unseren Terrarien. Die hier vorgestellte Archachatina knorrii ist eine kleine, farbenfrohe Art mit einer Gehäusegröße von 6–7 cm. Das ausgeprägte Rot, das vom Apex bis zur dritten Windung reicht, und das kräftig gelbe Haus mit quer verlaufenden, schwarzen Streifen sind Alleinstellungsmerkmale dieser besonderen Spezies.

Die asiatischen Cyclophorus-Arten sind nicht nur sehr hübsche, sondern auch interessant zu beobachtende Schnecken. Leider gelangen sie nur unregelmäßig aus ihrer Heimat in unsere Terrarien, und noch nicht mit allen Spezies gelingt die Nachzucht – umso wichtiger ist es, Haltungserfahrungen zu veröffentlichten, um diese optimieren zu können. von Melanie Görner

Aus Thailand stammen viele interessante Schneckenarten, die zwar alle nicht besonders groß sind, dafür aber meist durch besondere Eigenarten auffallen. Einige von ihnen haben schon vereinzelt den Weg in unsere Terrarien gefunden, manche sind wieder verschwunden, und einige konnten sich (leider oft mehr schlecht als recht) in der Szene halten. Darunter ist auch eine mittelgroße Gehäuseschnecke – etwa so groß wie unsere heimische Weinbergschnecke wird diese rundliche Art: Cyclophorus aurantiacus zählt zur Familie der Cyclophoridae und zur Unterfamilie der Cyclophorinae. Diese Spezies erreicht einen Gehäusedurchmesser von ca. 4 cm bei südlichen und knapp 5,5 cm bei östlichen Populationen.
Es handelt sich um besonders schön gemusterte Schnecken, die einen ähnlichen Fuß wie Wasserschnecken besitzen. Sie haben nur zwei Fühler, und die Augen sind unterhalb der Fühleransätze im Kopfbereich des Fußes zu finden.