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Lange Zeit blieben Fidschileguane ein unerfüllbarer Traum für Terrarianer. Die ersten Exemplare, die verfügbar waren, wurden zu astronomischen Summen gehandelt. Doch auch diese Art konnte mit viel Engagement und Einfühlungsvermögen inzwischen in unseren Terrarien vermehrt werden, wenn ein Fidschileguan auch immer noch etwas Besonderes ist. Nicht zuletzt aufgrund der beunruhigenden Bedrohungssituation in seiner natürlichen Heimat, die der hiesigen Terrarienpopulation bereits den Stellenwert eines „Backups“ gibt. von Ester Laue

Brachylophus fasciatus weiß zu gefallen! Der Fidschileguan ist einer der außergewöhnlichsten Vertreter der Familie der Eigentlichen Leguane (Iguanidae). Er ist farblich spektakulär, zudem ist sein Charme unwiderstehlich. Der Kopf ist gedrungen und kompakt, womit er alle Kriterien des Kindchenschemas erfüllt.

Obwohl der spektakulär aussehende Helmleguan eigentlich zu den Klassikern im Terrarium zählt, liegen nur wenige Berichte über seine erfolgreiche langjährige Pflege und Nachzucht vor. Am Frankfurter Senckenbergmuseum werden die Tiere seit vielen Jahren gehalten. Nun gelang dort auch die Nachzucht. von Gunther Köhler & Linda Mogk

Helmleguane (Gattung Corytophanes) sind in drei Arten vom südlichen Mexiko bis nach Kolumbien verbreitet (C. cristatus, C. hernandezii und C. percarinatus) (Köhler 2008). Namensgebend ist der deutlich ausgeprägte Helm, der als vertikales Segel vom Hinterhaupt bis in den Nacken verläuft. Diese Echsen sind ruhige Ansitzjäger, die stundenlang ohne Bewegung an einem Stamm sitzen. Somit verbrauchen sie natürlich wenig Energie, was sich wiederum in einem geringen Nährstoffbedarf widerspiegelt. Während C. cristatus und C. hernandezii Eier legen, ist die berg­bewohnende Art C. percarinatus lebendgebärend (Köhler 1999).

Es dürfte die weltweit erste und erstmals dokumentierte Nachzucht einer spektakulären, noch weitgehend unbekannten Art sein, die unserem Autor Florian Wagner gelungen ist. Noch vor wenigen Jahren kannten selbst Fachleute den Peruanischen Buntleguan kaum, dann kamen vereinzelt Tiere nach Europa. Die nun wiederholt gelungene Nachzucht gibt uns nicht nur wichtige Daten über die Biologie dieser Art an die Hand, sondern lässt auch hoffen, dass sich die attraktiven Tiere bei uns in den Terrarien etablieren können.. von Florian Wagner

Alles begann 1997, als ich die ersten Tiere dieser atemberaubenden Art in einem Zoofachhandel in Köln erworben habe. Eigentlich wollte ich ein Chamäleon kaufen, doch der Verkäufer überzeugte mich, lieber die als „Chamäleonleguan“ deklarierten Peruanischen Buntleguane zu kaufen. Ich bereue es bis heute nicht! Leider sollte mir die Zucht zunächst nicht glücken, da es sich bei meinen Tieren, anders als behauptet, um zwei Weibchen handelte, und nicht um ein Pärchen. Im Jahr 2006 erhielt ich von einem befreundeten Terrarianer abermals ein Weibchen, das als „Beifang“ bei einem Südamerika-Import nach Europa gekommen und bei ihm gelandet war. Im Jahr 2009 verstarben meine ersten beiden Weibchen nach einer Haltungsdauer von immerhin mehr als 12 Jahren. Da ich die Tiere adult erworben habe, lässt sich das Alter nur schätzen.

Schaut man auf baumbewohnende Echsen im tropischen Amerika, kommt man an einer Gruppe nicht vorbei: Leguane sind die dominierenden Echsen, die diesen Lebensraum für sich erschlossen hat – darunter eine ganze Reihe von beliebten und bekannten Terrarientieren. Ein kurzer Überblick. von Heiko Werning

Lassen Sie mal ein Grundschulkind ein Bild vom „Dschungel“ malen, einfach so, ohne weitere Vorgaben. Also: Vielleicht jetzt nicht so ein verdorbenes Kind wie das eines REPTILIA-Lesers, sondern ein normales. Und dann schauen wir mal, was am Ende auf diesem Dschungel-Bild alles zu sehen ist.