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Segelechsen
Haltung und Zucht
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Haltung und Zucht
Zwillinge bei Chamäleons

Bizarre Hautkämme, Stacheln, Drachenköpfe – Wasseragamen und Segelechsen gehören zu den eindrucksvollsten Echsen überhaupt. Die Riesen unter den Agamen haben teils eine lange Tradition als Terrarientiere, sind aber etwas aus der Mode gekommen. Segel­echsen gelten bis heute als schwierig. Doch alle diese Wasserdrachen lohnen eine intensive Beschäftigung mit ihnen – ausreichend Platz vorausgesetzt. von Oliver Fischer

Agamen bilden innerhalb der Schuppenkriechtiere eine prominente Familie mit über 300 Arten, die sich die unterschiedlichsten Lebensräume – von der Wüste bis zu tropischen Wäldern – in der Alten Welt und Australien erschlossen haben.

Segelechsen sind wahrhaftig außergewöhnliche Tiere! Es handelt sich nicht nur um die größten Agamen der Welt, dank ihrem riesigen Segel und dem markanten Schädel sind sie auch sonst eine auffällig bizarre Erscheinung. Trotzdem kennen nur wenige sie näher, viele Angaben in der Literatur oder im Internet sind verwirrend oder schlicht falsch. Im Terrarium wurden sie zwar immer wieder gehalten, doch letztlich haben sie sich kaum stärker etabliert. Dabei können Segelechsen farblich spektakulär sein, mit Unterschieden sowohl zwischen den Arten als auch den Individuen. Dasselbe gilt für ihr Verhalten. Ein Bericht über die Haltung verschiedener Hydrosaurus-Arten über 25 Jahre. von Oliver Fischer

Miguel de Cervantes (span. Schriftsteller, 1547–1616) schrieb im Vorwort zu seinem Roman Don Quijote: „Müßiger Leser! – Ohne Schwur magst du mir glauben, dass ich wünsche, dieses Buch, das Kind meines Geistes, wäre das Schönste, Lieblichste und Verständigste, das man sich nur vorstellen kann.“ Da war sicher eine Menge Ironie dabei. Wenn ich dies meinem Artikel über Segelechsen voranstellen würde, wäre das zwar auch zu hoch gegriffen – aber es gibt derart viel Falschinformationen zum Thema im Internet, dass es zumindest mein Ziel ist, ein bisschen Aufklärung über diese fantastischen Tiere zu betreiben – um ein bisschen zwischen „Dichtung und Wahrheit“ zu unterscheiden …

Antonia Pachmann schrieb während ihrer herpetologischen Reisen 2007 bis 2010 und 2011 bis 2013 regelmäßige Kolumnen für die REPTILIA. Zwischenzeitlich hat sie ihr Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nachgeholt und an der Universität Leipzig Biologie studiert. Dieser Artikel ist eine gekürzte Version ihrer Bachelorarbeit, in der sie sich natürlich mit Reptilien beschäftigt hat – mit Grünen Wasseragamen. Nach einer Freiwilligenarbeit bei einem Kobra-Projekt in Thailand in diesem Jahr ist nun ein Herpetologie-Master-Studium in Brüssel geplant. von Antonia Pachmann

Die Tierhaltung in zoologischen Gärten hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Mit steigender Habitatzerstörung und Gefährdung ganzer Taxa rückt Artenschutz zunehmend in den Fokus der Aufmerksamkeit. Mittlerweile sind 40 % aller erfassten Amphibienarten, ein Viertel der Säugetiere und jede achte Vogelart bedroht. Viele zoologische Einrichtungen sind daher bemüht, einen Beitrag zu deren Schutz zu leisten.