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Spinnen im Terrarium
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Urwaldriese

Wohl jeden, der schon einmal in einem tropischen Regenwald unterwegs war, faszinierten die ausladenden Brettwurzeln der mittleren, großen und riesigen Urwaldbäume. Mit etwas Mühe und Geschick kann man sie für das heimische Terrarium nachempfinden. von Ingo Kober

Gerne hätte ich so eine echte Urwald-Brettwurzel in mein großes Regenwald-Paludarium eingebaut. Doch sind die Originale natürlich meist zu massig und zu Recht auch gar nicht bei uns erhältlich. Nachbauten in der gewünschten Größe (bei mir ca. 180 cm Höhe und 80 cm Tiefe) sind in geringer Auswahl vorgefertigt aus Kunstharz oder Kunststein erhältlich oder werden von Spezialfirmen nach Wunsch angefertigt. Hier zahlt man aber schnell eine vierstellige Summe, die Produkte sind recht schwer und entsprechen nicht immer genau den eigenen Vorstellungen.

Ein Stamm, zwei Brettwurzeln, 200 Euro
Da mir die Idee aber nicht aus dem Kopf ging, entschloss ich mich letztlich für den Eigenbau. Vorgaben waren die schon genannte Größe – es sollte ein 90°-Ausschnitt eines Stammes mit zwei Brettwurzeln werden, der sich in die hintere rechte Ecke des Beckens einfügt. Eine gewisse Flexibilität, um den Einbau zu erleichtern, und ein niedriges Gewicht waren mir wichtig. Der Stamm sollte allein durch eine umlaufende Glaskante auf etwas über Wasserspiegelhöhe getragen werden, und die Brettwurzeln würden zum Teil über das Wasser ragen. Allein deshalb durfte das Konstrukt nicht zu schwer sein und musste wasserfest werden. Natürlich sollte der fertige Baum noch die starken Krallen großer kletternder Echsen aushalten und naturnah genug aussehen, um in dem dicht bepflanzten Paludarium nicht als Fremdkörper zu wirken.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 155