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Lefkada

Lefkada ist eine recht kleine Insel, die südlich der bekannten Urlaubsinsel Korfu liegt und sogar mit einer „Damm-Brücke“ gut per Auto zu erreichen ist. Die Insel liegt im Ionischen Meer und sollte durch die Nähe zum Festland die für diese Gegend typische Herpetofauna beherbergen. Seltsamerweise liegen aber nur sehr wenige herpetologische Beobachtungen vor, da sie anscheinend nur selten von herpetologisch interessierten Personen besucht wird. Ein Grund mehr, hier einmal seinen Frühjahrsurlaub zu verbringen. Und weil einmal keinmal ist, werden hier gleich die Beobachtungen von zwei „herpetologischen Strandurlauben“ berichtet. von Andre Schmid

Eines Morgens um 4 Uhr, An­fang Juni, brachen wir in Richtung Stuttgarter Flughafen auf und landeten gegen 9.30 Uhr auf dem kleinen griechischen Flughafen von Preveza. Mit dem Mietwagen machten wir uns dann auf den Weg nach Lefkada. Da wir unsere Ferienwohnung erst ab 14 Uhr beziehen konnten, hatten wir noch Zeit, auf der Fahrt den einen oder anderen Stopp einzulegen, um nach Reptilien zu suchen.
Unseren ersten Halt machten wir an den Resten des Schlosses Santa Maura. Bei schon recht heißen Temperaturen gelang hier bereits die erste Reptiliensichtung einer Balkanzornnatter (Hierophis gemonensis), die allerdings recht schnell wieder im hohen Gras verschwunden war. Dennoch ein guter Start.

Auf dem weiteren Weg in Richtung Ferienunterkunft konnten wir allerdings auch die ersten traurigen Beobachtungen machen. Auf ca. 40 km Fahrweg drei überfahrene Scheltopusiks (Pseudopus apodus), und diese Totfunde sollten, wie sich später zeigte, nur der Anfang sein. Die weitere Suche an diesem Tag blieb leider erfolglos.
Am Folgetag begann dann die echte Reptiliensuche in den frühen Morgenstunden. In einem ersten vielversprechenden Gebiet mit hohem Grünanteil und teilweise überwachsenen Steinmauern konnten gleich die ersten Reptilien gefunden werden. Neben einem subadulten Scheltopusik konnte ich einige Prachtkieleidechsen (Algyroides nigropunctatus kephallithacius) und auch die erste Landschildkröte des Urlaubes sichten, eine Griechische Landschildkröte (Testudo hermanni). Außerdem stießen wir auf die Exuvie einer Schlanknatter (Platyceps najadum). Die Reptiliendichte am ersten Morgen stimmte mich sehr positiv für die weiteren Tage, auch wenn noch keine lebendige Schlange gefunden werden konnte. Um 10 Uhr am Morgen ist die Hitze dann allerdings schon auf einem so hohen Niveau, dass die Reptiliensuche nahezu unerträglich wird.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 136