Die unterschätzte Rolle des Munddaches bei der Nahrungsaufnahme von Cuora amboinensis

von Egon Heiss & Nikolay Natchev

Die häutige Auskleidung der Mundhöhle von Wirbeltieren, die Mundschleimhaut, setzt sich aus zwei Gewebsschichten zusammen: dem oberen Epithel und dem darunter liegenden Bindegewebe, der sogenanntne „Lamina propria“. Die Mundschleimhaut weist zahlreiche anatomische Spezialisierungen auf, die eine Vielzahl an Funktionen erfüllen (Squier & Finkelstein 2003), und kann als eigenständiges Organ betrachtet werden.

Wildtiernutzung am Beispiel zweier bedrohter Urwaldarten

von Arun Kanagavel, Rajkumar S. und Rajeev Raghavan

Jagd ist einer der primären Bedrohungsfaktoren der biologischen Vielfalt weltweit. Sie bedingt lokales und/oder globales Artensterben und führt zu massiven ökologischen Veränderungen (Milner-Gulland & Bennett 2003; Brashares et al. 2011). In all ihren Ausprägungen ist sie Teil einer milliardenschweren internationalen Industrie, die immer mehr Protein benötigt, aber auch traditionelle Medizin und städtische Märkte bedienen sich ihrer.

von Lutz Geißler

So mancher Schildkrötenfreund wünscht sich, auf seinen Urlaubsreisen frei lebende Schildkröten zu entdecken. Als ich gemeinsam mit Joachim Langula und seiner Frau sowie weiteren naturinteressierten Freunden im Frühjahr 2012 in Venezuela unterwegs war, ging dieser Wunsch zumindest teilweise in Erfüllung.

von Sarah Wahl und Tim McCormack

Heutzutage wird es immer schwieriger, Schildkröten in Vietnam zu finden. Viele Arten sind durch die Zerstörung ihres Lebensraumes und die langjährige Bejagung kritisch bedroht. Außerdem sind die natürlichen Verbreitungsgebiete vieler Arten nach wie vor nicht bekannt.

von Hans - Dieter Philippen

Jeder Laie weiß, wie eine Landschildkröte "auszusehen hat". Man kann sich daher vorstellen, was der österreichischen Wissenschaftler Friedrich Siebenrock dachte, als er bei einem Besuch im Berliner Naturhistorischen Museum eine Schildkröte vorfand, die alle bis dato bekannten Vorstellungen über den Haufen warf. Daher war es auch nicht verwunderlich, dass er das Tier für ein „pathologisches Exemplar“ hielt.

von Bayram Göcmen

Bei der Feldarbeit in Alasehir, Mansia, Türkei, fand ein Landarbeiter eine ungewöhnliche Maurische Landschildkröte (Testudo graeca ibera), die sich bei näherer Überprüfung als ein omphalopager siamesischer Zwilling entpuppte, also als ein siamesischer Zwilling mit Fusion im Bauchbereich.

von Jens Jungnickel

Wer ein exotisches Reiseziel mit klangvollem Namen sucht, der kommt an Sansibar wohl nicht vorbei. Diese Eilande, wenige Kilometer vor der Ostküste Afrikas im Indischen Ozean gelegen, mit Traumstränden gesegnet und von türkisblauem Wasser umspült, gelten nicht umsonst als der Inbegriff einer Trauminsel.

Zu Sansibar gehören die zum Sansibar-Archipel zählenden Inseln Unguja (= Sansibar) und Pemba sowie die kleine Koralleninsel Latham Island, die sich südöstlich von Unguja befindet. Seit 1964 gehört Sansibar zu Tansania, genießt aber einen eher halbautonomen Status. Auf Unguja und dem nordöstlich davon gelegenen Pemba gibt es über eine Million Menschen. Die meisten von ihnen leben auf der Hauptinsel Unguja.

schlupf klvon Robert Frösch

Ich halte und züchte schon seit Jahren Westliche Landschildkröten (Testudo hermanni) mit dem Herkunftsgebiet Toskana, Italien. Speziell diese Form ist in der Literatur gut präsent, da sich die meisten Angaben, z. B. von WEGEHAUPT (2003, 2006, 2007, 2012), auf diese Variante beziehen.

dsc 91281 klvon Hans - Dieter Philippen

Die Chinesische Dreikielschildkröte (Mauremys [Chinemys] reevesii GRAY, 1831), gelegentlich auch als Reeves-Schildkröte bezeichnet, gehört zu den Schildkrötenformen, die schon sehr früh in menschliche Obhut genommen und dort erfolgreich gehalten und nachgezüchtet wurden.

 

bild30klvon José C. Báez, Jesús Duarte, M.A. Farfan und Raimundo Real

Die Maurische Landschildkröte (Testudo graeca) ist eine terrestrische Form, die den gesamten Südwesten der paläarktischen Region bewohnt. Westliche Populationen dieser Art finden sich auf beiden Seiten der Straße von Gibraltar (ÁLVAREZ et al. 2000). Für dieses riesige Areal bemerken FRITZ et al. (2007): „Spur-thighed tortoises occur under very different climatic and environmental conditions, ranging from a Mediterranean climate with mild, frost-free winters to an extreme continental steppe climate with severe winter frost“. („Maurische Landschildkröten leben unter ganz unterschiedlichen Klima- und Umweltbedingungen, die von mediterranem Klima mit milden, frostfreien Wintern bis zu extremem kontinentalem Steppenklima mit starken Winterfrösten reichen”).