von Ronny Bakowsky

Die erfolgreiche Haltung und Vermehrung südamerikanischer Köhlerschildkröten (Chelonoidis carbonaria) in menschlicher Obhut sind sowohl in Europa als auch in den USA bereits unzählige Male geglückt und mehrfach publiziert worden [Fritzsche & Fritzsche 1998, Vinke & Vinke 2000, Fritz 2001, Hummel & Felsner 2004, May 2004, Buchert 2011]. Ausführliche Informationen zu Verbreitung, Biologie und Ökologie von Köhlerschildkröten sind bei Pritchard & Trebbau (1984) sowie Vinke et al. (2008) nachzulesen.

von Josef Joven

Seit mittlerweile 15 Jahren halte ich verschiedene Vertreter der Gattung Terrapene. Von Anfang an jedoch war dabei die Östliche Schmuck-Dosenschildkröte (T. ornata ornata) mein absoluter Liebling.

von Hans - Dieter Philippen

Über die Balz und das Paarungsverhalten der Schmuck-Dosenschildkröte (Terrapene ornata) gibt es nur wenige publizierte Arbeiten. Die erste stammt aus dem Jahr 1940 und wurde von Brumwell verfasst. Die nächste ist die umfangreichste naturgeschichtliche Bearbeitung der Art durch Legler aus dem Jahr 1960. Alle danach folgenden Beschreibungen fußen auf diesen beiden Veröffentlichungen und fügen nahezu keine weiteren relevanten Informationen hinzu.

von Willi Hofer

Vierzehen- oder Steppenschildkröten (Agrionemys [Testudo] horsfieldii) werden schon seit Jahrzehnten erfolgreich gehalten und vermehrt. Die Besonderheit bei meiner Haltung und Zucht ist jedoch die Lage meines Wohnortes und somit der Freianlage, in der die Tiere untergebracht sind: Ich wohne nämlich in der näheren Umgebung von Innsbruck (Österreich) auf etwa 600 m Höhe, mit den Alpengipfeln im Rücken.

von Petr Velensky und Natasa Velenska

Wenn wir wegen geschmuggelter Schildkröten von Natur- und Artenschutz- sowie den Zollbehörden um Rat gefragt wurden, erklärten wir noch vor etwa 15 Jahren: „Es ist unmöglich, Schildkröten der Familie Testudinidae vom Jungtier bis zum ausgewachsenen Exemplar so aufzuziehen, dass sie die gleiche Panzerform wie Artgenossen in der Natur haben. Sie ist besser oder schlechter, aber man kann immer den Unterschied sehen. Mit den entsprechenden Erfahrungen und unserem Know-how als Zoologen, Reptilienhalter und -züchter sind wir immer in der Lage festzustellen, ob eine Schildkröte in menschlicher Obhut oder in der Natur aufgewachsen bzw. aufgezogen worden ist.“

von Reiner Praschag

In Teil 2 dieser Artikelserie schilderte ich, dass die tragenden Weibchen teilweise über mehrere Tage hinweg einen passenden Eiablageplatz suchen. Da die Substratoberfläche der in meinen Platysternon-Gehegen angebotenen Landteile nur wenige Zentimeter über der Wasseroberfläche liegt, gilt ihre Suche vielleicht weniger einer anderen Stelle in der Horizontalen, sondern möglicherweise einem höher gelegenen Platz.

von David Drajeske

Befruchtete Eier werden innerhalb von 24 Stunden kreidefarben, wobei sich ein weißes Band an der Oberseite des Eies entwickelt – ein Zeichen dafür, dass die Eientwicklung begonnen hat. Eier dieser Schildkrötenart benötigen ein sehr feuchtes, saures Inkubationsmedium.

von David Drajeske

Südamerikanische Flussschildkröten der Gattung Podocnemis sind mit ihren großen Füßen und den durch Schwimmhäute verbundenen Zehen so gut an die von ihnen bewohnten Gewässer angepasst, dass sie scheinbar mühelos schwimmen können.

von Reiner Praschag

Die erste Gemeinschaftshaltung mit anderen Arten beschreibt Mell (1938): „Auf die mit ihr im gleichen ummauerten Gartentümpel gehaltenen Emydinen wirkte sie durchaus nicht gefährlich. Sie rissen der wenig Geschickten das Futter vor und aus dem Maul weg, ohne einen Abwehrversuch von ihr zu erfahren, und die Großkopfschildkröte war stets die letzte, die satt wurde.“

von Sebastian Nickl

Zierschildkröten (Chrysemys picta) sind aktive und äußerst farbenprächtige Wasserschildkröten aus Nordamerika. Da es sich bei ihnen um nicht allzu große Tiere handelt, die zudem lediglich geringe Ansprüche an ihren Pfleger stellen, sind sie gerade für den Anfänger in der Schildkrötenhaltung eine echte Alternative zu den gängigen Schmuckschildkrötenarten der Gattungen Pseudemys und Trachemys.