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Der Grasfrosch in Deutschland
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Bohnenkäfer

Der Mittelmeerraum zählt bei uns zu den beliebtesten und meistbesuchten Reisezielen. Sonne, Strand und Sehenswürdigkeiten ziehen die Besucherscharen an, und zu den Hauptreisezeiten ist manches Gebiet mehr als nur überlaufen. Dann ist zwar auch das südliche Frankreich kein Ort der Seligen mehr, dennoch hat es seinen Ruf als lohnendes Ziel für Naturfreunde bis heute bewahren können – zu Recht! von Martin Dieckmann

Das südliche Frankreich, das ist nicht nur Südfrankreich, das sind nicht allein die Touristenmagneten Provence, Riviera, Côte dʼAzur oder Mimizan-Plage am Golf von Biskaya. Südlich der Linie Genf-Les Sables-dʼOlonnes am Atlantik gibt es noch viel mehr zu entdecken: Landschaften von wilder Schönheit oder parkähnlicher Harmonie, die meist dünn besiedelt, aber mit umso reicherer Flora und Fauna gesegnet sind. Es erstaunt mich immer wieder: große Vielfalt auf kleinstem Raum, dann wieder Einsamkeit und die Weite noch unberührter Landschaften, wie man sie so nah an großen europäischen Ballungszentren gar nicht mehr vermutet.


Angesichts der Fülle von Natursehenswürdigkeiten und sehenswerten Landschaften galt es für dieses Titelthema, sich auf eine gewisse Zahl von Reisezielen zu beschränken. Mit der vorliegenden Auswahl habe ich versucht, attraktive Ziele für den Naturfreund und besonders den herpetologisch Interessierten zu beschreiben. Wer gern wandert, kommt in Frankreichs Süden voll auf seine Kosten. Das Netz an markierten Wegen wird immer enger, und das Angebot an Karten und Wanderführern ist groß.
Ich möchte im Folgenden einige Naturschönheiten und die Pflanzen- und Tierwelt der Region vorstellen, in erster Linie natürlich die Amphibien und Reptilien. Dabei will ich mich mit Ihnen auf noch nicht so stark ausgetretene Pfade begeben, um Ihnen das südliche Frankreich, jetzt passend zur nahenden Reisezeit, etwas näher zu bringen.

Etwas Geographie
Frankreichs gesamte Fläche beträgt mit Korsika und den Küsteninseln (ohne überseeische Gebiete) 549.000 km². Davon entfallen schätzungsweise knapp 40 % auf den hier beschriebenen südlichen Teil mit den acht Regionen Rhône-Alpes, Auvergne, Limousin, Poitou-Charentes, Aquitaine, Midi-Pyrénées, Languedoc-Roussillon und Provence-Alpes-Côte dʼAzur. Frankreich ist flächenmäßig der größte EU-Staat.
Im Norden reicht das Hexagon, wie der kontinentale Teil des Landes von den Franzosen selbst häufig genannt wird, bis zur Straße von Dover, im Osten an die ober­rheinische Tiefebene, im Nordwesten und Westen stößt es an den Atlantischen Ozean, im Süden ans Mittelmeer, im Südwesten bildet der Pyrenäenkamm die Grenze, und im Osten hat es Anteil an den West- und Südalpen. Die gesamte Küstenlänge beträgt 3.100 km, die kontinentale Grenzlinie 2.100 km. Die mittlere Höhe Frankreichs liegt bei 340 m, wobei der südliche Landesteil mit Alpen und Voralpen, Pyrenäen sowie Zentralmassiv zu einem großen Teil aus mittleren und hohen Gebirgen besteht. Mit dem Montblanc (4.807 m) besitzt Frankreich den höchsten Gipfel Europas. Trotzdem liegen zwei Drittel der Landesfläche unter 250 m.

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