Das aktuelle Heft

Titelthema
Das südliche Frankreich
Titelthema
Land der Perleidechsen
Neue Arten
Neu beschriebene Amphibien
Zucht
Wüstenkrötenechsen

Das Hinterland des südlichen Frankreichs wird nicht so oft von Touristen aufgesucht wie das Küstengebiet. Doch findet man hier noch urtümliche Flusslandschaften, eindrucksvolle Schluchten und eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt, die einen besonderen Reiz ausüben. von Martin Dieckmann

Es gibt viel zu sehen im südfranzösischen Hinterland, und es ist unmöglich, auch nur ansatzweise alles Sehenswerte für den Naturfreund aufzuzeigen. Ich beschränke mich daher auf einige Gebiete, in denen ich selbst Wanderungen unternommen habe. Aber zuerst möchte ich kurz auf die Waldbrände zu sprechen kommen, mit denen man immer wieder konfrontiert wird. Gerade das Hinterland leidet darunter besonders, im Sommer können die Feuer ganze Landstriche in Schutt und Asche legen. Im Mauren- und Esterel-Massiv sind gefährdete Gebiete bei Mistral oder großer Trockenheit gesperrt. Es muss nicht unbedingt gezielte Brandstiftung sein, schon ein glimmender Zigarettenstummel oder eine Glasscherbe können eine Katastrophe auslösen und jahrhundertealte Baumbestände vernichten. Das gilt natürlich auch oder sogar vor allem für die Inseln. Das Rauchverbot außerhalb des Dorfes auf Port-Cros ist also keine Schikane.

Naturpark Luberon
Der Regionale Naturpark Luberon ist nicht nur eine interessante Fossillagerstätte. Farbenprächtige Ockerbrüche, Lavendelfelder, Zedernwälder, malerische Dörfer und geheimnisvolle Bories (aus Steinmauern errichtete Hütten) sind nur einige Höhepunkte dieser Region. Die wunderschöne Gegend gehört zu den exklusivsten Zweithausregionen der Provence. Ein Drittel der steuerzahlenden Grundbesitzer sind Deutsche, Belgier und Schweizer (Schnieper & Schnieper 1998). Der Regionalpark ist für Pflanzenliebhaber eine Fundgrube.
Ungefähr 1.500 höhere Pflanzen­arten wurden registriert, darunter zahlreiche mediterrane Arten und Raritäten. Die Vielfalt ist den Höhendifferenzen, dem unterschiedlichen Mikroklima sowie der noch häufig extensiv betriebenen Landwirtschaft zu verdanken. So wurden auf dem Luberon zahlreiche Orchideenarten gezählt, darunter Schönheiten wie Bertolonis Ragwurz oder Purpur-Knabenkraut..

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