Das aktuelle Heft

Titelthema
Hausschlangen
Reportage
Moderne Zooanlagen
Titelthema
Haltung und Vermehrung von Lamprophis aurora
Terrarienbau
für Australische Wasseragamenn

Ein ganz besonderer Reiz geht von grünen Schlangen aus, und davon gibt es in der Terraristik so einige; wunderschöne Arten in Rot, Schwarz, Weiß und anderen Farben ebenfalls. Das aparte Erscheinungsbild der edel gezeichneten Aurora-Hausschlange allerdings ist absolut einzigartig. Dass sie neben ihrer Attraktivität auch noch sehr einfach zu halten und zur Nachzucht zu bringen ist, macht sie vollends zu einem für das Hobby wunderbar geeigneten Pflegling.


Patterson (1988) rühmt die „wundervolle Färbung“ der Aurora-Hausschlange (Lamprophis aurora) und nennt sie „eine der schönsten Schlangen Südafrikas“, Branch (1984) preist sie als eine „wundervoll gezeichnete Art“, und „die Jungtiere dieser Schlange glitzern wie Juwele“ (Branch 1992a). Sollte man da nicht neugierig werden auf eine solche Schönheit?

Wenn wir schon nicht als Erstes auf die „inneren Werte“, sondern auf Äußerlichkeiten schauen, dann betrachten wir doch zunächst einmal, warum genau die genannten Autoren in eine solche Verzückung gerieten.
Flanken und Rücken der Aurora-Hausschlange sind leuchtend olivgrün (Patterson 1988; Branch 1992b) bis gelblich grün (Branch 1992b) oder weisen sogar einen gelblichen Quarzton auf (Branch 1984). Eine normalerweise orangefarbene oder selten gelbliche (Branch 1984), sehr schmale Linie verläuft vom kaum abgesetzten Kopf, wo sie allerdings noch etwas breiter ist, ohne Unterbrechung über die gesamte Wirbelsäule bis zur Schwanzspitze (Patterson 1988). Manchmal sind auf Rücken und Flanken auch kleine, dunkle Flecken eingestreut.
Der Bauch ist lackglänzend, ungefleckt weiß, gelblich weiß oder grünlich weiß gefärbt (Branch 1984), die unmittelbar an die Bauchschienen angrenzenden Flanken-Schuppenreihen sind gewöhnlich leuchtend gelb gefärbt (Branch 1984; Branch 1992b). Bei den zunächst grünlich grauen Jungtieren ist jede Schuppe der Oberseite durch einen helleren Fleck gekennzeichnet, der Kopf ist schwarz gefleckt (Branch 1992b), die orangefarbene Linie ist bereits vorhanden – alles in allem verleiht dies den gesprenkelten Schlüpflingen ein außergewöhnliches, sehr hübsches Erscheinungsbild.
Albinismus bei L. aurora wurde bereits nachgewiesen (FitzSimons 1970), und im Fieldherpforum ist ein Foto eines melanistischen Exemplars zu sehen. In Terrarienhaltung sind mir jedoch keine Farbmorphen bekannt...

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 129