Das aktuelle Heft

Titelthema
Hausschlangen
Reportage
Moderne Zooanlagen
Titelthema
Haltung und Vermehrung von Lamprophis aurora
Terrarienbau
für Australische Wasseragamenn

 Moderne Zoos sollen die Besucher begeistern, unterhalten und sie gleichzeitig für den Schutz der Tiere und der natürlichen Lebensräume sensibilisieren. Zwei neu eröffnete zoologische Anlagen in der Schweiz haben erfreulicherweise versucht, dieses Ziel auch verstärkt mit Amphibien und Reptilien umzusetzen. Einer, der an der Entstehung dieser spektakulären Großanlagen beteiligt war, ist Oliver Fischer von der Firma X-Reptile, die Leuchtmittel für die Terraristik herstellt. In diesem Mehrteiler in REPTILIA stellt er Ihnen die neuen Anlagen Aquatis in Lausanne und das Savannenhaus im Walter Zoo Gossau vor, um schließlich auf die praktische Umsetzung moderner Terrarienbeleuchtung für Schauanlagen einzugehen.

Die Neueröffnung von Aquatis, dem größten Süßwasser-Aquarium-Vivarium Europas, die im Herbst 2017 erfolgte, hat bereits im Vorfeld für viel Spannung gesorgt. Hier fanden der Komodowaran, die beiden seltenen Westafrikanischen Krokodile und viele andere Reptilien des geschlossenen Vivarium de Lausanne ein neues Zuhause.  

Das ehemalige Vivarium de Lausanne – der Start von Aquatis
1970 wurde am nördlichen Rand der Schweizer Stadt Lausanne vom Abenteurer und Reptilienfan Jean Garzoni das Vivarium de Lausanne gegründet. Es war ein klassisches Vivarium mit langen Reihen von kleinen und großen Terrarien aller Art, mal mehr, mal weniger geordnet, wobei stets ein gewisser Nervenkitzel geboten wurde. So ist es mir noch präsent, wie ich als Junge ein Stumpfkrokodil (Osteolaemus tetraspis) heimlich durch ein Gitter berührte.  
Nebst der für ein Vivarium typischen Auswahl an Wirbellosen, Amphibien und Reptilien besaß man in Lausanne die nach eigenen Angaben größte öffentliche Giftschlangensammlung Europas. Aufgrund finanzieller Probleme stand das Vivarium aber immer wieder vor der Schließung. Anfang des Jahres 2013 erreichte mich ein Anruf des Direktors, Michel Ansermet, der mich für eine Beratung und neue Beleuchtungskonzeption einlud. Damals ahnte ich nicht, dass dies der Anfang eines viel größeren Projektes werden sollte.
Ich freute mich auf die Herausforderung, war aber gleichzeitig skeptisch, ob meine Vorstellungen von einer modernen Terrarienbeleuchtung im renovierungsbedürftigen Gebäude realisierbar wären. Doch man hatte vom Vivarium an der letzten Tagung der EAZA (die Vereinigung der europäischen Zoos) teilgenommen, wo die UV-Beleuchtungstechnik bei Reptilien ein Thema war, und sich auf unser Treffen gut vorbereitet. So krochen wir schon bald darauf zwischen Beleuchtungskästen und Steckleisten umher und maßen unzählige Terrarien des alten Vivariums aus...

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 129

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