von Heiko Werning

Beschreibung
Sie ist die größte Landschildkröte auf dem Festland. Nur die Riesenschildkröten von Galapagos und den Seychellen können noch größer werden. Aber mit der verbürgten Rekordpanzerlänge von 84,5 cm und einem Gewicht von 120 kg steht die Spornschildkröte ihren großwüchsigen Verwandten nicht viel nach.
Bei dieser Art werden die Männchen größer, außerdem erkennt man sie am im Verhältnis längeren Schwanz, dem konkaven Bauchpanzer und den stark aufgewellten Nackenschilden. Am besten erkennbar sind die bei Männchen stark gegabelten Kehlschilde am vorderen Bauchpanzer, die wie kleine Waffen aussehen – und bei Kommentkämpfen auch als solche eingesetzt werden.
Farblich sind Spornschildkröten bestens an ihren Halbwüsten-Lebensraum angepasst und zeigen deshalb einfach nur Beige- bis Brauntöne. Bei den Jungtieren ist die Färbung noch kontrastreicher mit klar abgegrenzten dunklen Rahmen um die Panzerschilde. Bei älteren Tieren verblassen diese zusehends, sodass große Spornschildkröten einfarbig hellbraun sind.

Verbreitung
Spornschildkröten leben in der Sahelzone, also dem Übergangsbereich zwischen der Sahara und den Savannen des zentralen Afrika. Ihr Verbreitungsgebiet zieht sich wie ein Band von Mauretanien und Senegal im Westen über Mali, Niger, Tschad und Sudan bis nach Eritrea und Äthiopien im Osten. Dieser subtropische Lebensraum ist geprägt von großer Trockenheit, immer mal wieder ausgeprägten Dürren, großer Sommerhitze und milden Wintern mit kühlen bis manchmal kalten Nachttemperaturen. Es ist also ein sehr harscher Lebensraum, entsprechend sind die Spornschildkröten gut daran angepasst, auch extreme Klimate zu überstehen.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 51

von Benny Trapp

Beschreibung
Mit 20–22 cm Panzerlänge ist diese Art ausgewachsen. Weibchen erreichen dabei deutlich größere Maße als die Männchen. Der Carapax ist länglich gestreckt und wenig hoch gewachsen. Es treten unterschiedlich gefärbte Exemplare auf, deren Grundtöne von Gelblich über Orangebraun und Rötlich bis Gelbgrün variieren. Im Zentrum der Schilde ist häufig ein dunkler Fleck zu erkennen, mal mehr, mal weniger deutlich. Auch können die einzelnen Schildplatten dunkel gerändert sein oder ein oft unregelmäßiges Muster zeigen. Häufig treten aber weitgehend einfarbige Exemplare auf, bei denen Zeichnungselemente nur noch latent durchscheinen. Die enorme Variabilität von Zeichnung und Färbung ist unabhängig von der Verbreitung. Oft kommen unterschiedlichste Formen nebeneinander vor. Gattungstypisch sind adulte Glattrand-Gelenkschildkröten in der Lage, den hinteren Teil des Panzers über eine Art Knorpelscharnier herunterzuklappen, wodurch Schwanz und Hintergliedmaßen vor Angriffen geschützt werden. Bei Jungtieren ist diese Schutzfunktion noch nicht möglich, da das den Panzer beweglich machende Bindegewebe sich erst im Laufe der Jahre bildet.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 50

von Benny Trapp

Mit einer Panzerlänge von bis zu 35 cm ist Testudo marginata, die Namensgeberin dieser Zeitschrift, die größte Landschildkröte Europas.

von Benny Trapp

Mit 20–25 cm Panzerlänge sind Maurische Landschildkröten meist ausgewachsen, wobei einzelne Exemplare durchaus knapp 30 cm erreichen.

Eurasische Bachschildkröte

Eurasische Bachschildkröten erreichen Panzerlängen von bis zu 35 cm, bleiben aber mit gewöhnlich 25–30 cm deutlich kleiner.

von Hans - Dieter Philippen

Der Carapax ist hellbraun bis dunkeloliv oder gar schwärzlich gefärbt, je nach Herkunft der Tiere. Drei mehr oder weniger stark ausgeprägte Rückenkiele sind immer vorhanden. Brücke, Plastron und Carapax sind nur über bindegewebsartige Kontaktstelle verbunden. Das Plastron ist stark reduziert, kreuzförmig und zeichnungslos. Seine Färbung variiert von Gelblich bis Rotbraun. Markant ist der Schädel der Tiere, der so groß ist, dass der Kopf fast nicht eingezogen werden kann. Männchen werden deutlich größer als Weibchen und weisen auch einen massigeren Kopf auf.

von Hans - Dieter Philippen

Die Pinta-Galápagos-Schildkröte (Chelonoidis nigra abingdoni) und damit „Lonesome George“ zu beschreiben, ist nicht wirklich notwendig, da sie hier mehrfach abgebildet ist und als Symbol für das Aussterben einer Art weltweit bekannt war.