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Utila
06. February 2013 11:28 Uhr - von 

Antonia Pachmann

Während der Zeit des Wartens auf die Papiere für meinen Hund, entschloss ich mich, ohne diesen nach Honduras zu fahren, um wenigstens etwas ausserhalb Guatemalas in Mittelamerika kennenzulernen. 

Auf Utila, einer der Bayislands im karibischen Meer, traf ich einige meiner Freunde wieder und wir beschlossen, auf die nördliche Seite der Insel zu wandern, welche kaum bewohnt ist. Unterwegs gab es so einiges zu sehen, da wir durch verschiedene Habitate liefen. 

Schon in der Hafenstadt hielten sich viele Anolen auf. Hier Anolis bicaorum, eine endemische Art

mit einer hübschen, großen Kehlfahne.

Neben zahllosen Streifenbasilisken konnten wir ein wenig ausserhalb, auch  einige Ctenosaura similis beobachten - sowohl Jungtiere, die noch teilweise die grüne Jugendfärbung aufwiesen, als auch Adulti.

Auf der anderen Seite der Insel angekommen, erwarteten wir, einen relativ unberührten Strand vorzufinden, da hier kaum Menschen leben. Leider wird aber scheinbar auch auf Utila aller Müll ins Meer gekippt, so dass der Strand als solcher kaum mehr erkennbar ist, vor lauter angeschwemmten Abfall.

Am Wasser entlang mussten wir noch einige Stunden auf äusserst spitzen, toten Korallen wandern, um unserem Ziel, Rock Harbour, näher zu kommen.

Die toten Korallen schienen wie versteinert.

Unterwegs fanden wir kleine Pfützen im Gestein nahe am Wasser, welche zahlreiche Fische und Grundeln enthielten, die wohl durch große Wellen dort hinein gespült worden sind. Durch die Verdunstung des Wassers schrumpfte die Pfütze und die Tiere lägen bald auf dem trockenen Stein. 

Das konnten wir uns natürlich nicht tatenlos mitanschauen!

Bei den Fischen handelt es sich um den gestreiften Sergeant, Abudefduf saxatilis. Hier nochmal ein Dank an Sven Vogler, welcher die Fische für mich bestimmt hat!

Diese Lagune hätte wir noch überwinden müßen, dann hätten wir es zu Rock Harbour geschafft. Leider blieb sie jedoch nicht hüfttief, wie uns von den Einheimischen gesagt wurde...

Also schlugen wir unser Lager auf dieser Seite auf...

...und schwammen später ohne Gepäck zum Rock Harbour.

Dort lag nur Streckenweise weniger Müll als wir es schon gesehen hatten. Nichts desto trotz konnten wir viele Fische beim Schnorcheln sehen und sogar einen Seestern im flachen finden.

Der sogar erstaunlich elastisch war!

Ein Jungtier von Ctenosaura similis auf der Nordseite Utilas.

 Wieder auf der belebteren, südlichen Seite der Insel stattete ich der Leguanstation einen kurzen Besuch ab.

In großen Käfigen mit einigen Klettermöglichkeiten und bei den Jungtieren auch Pflanzen, wird hier Ctenosaura bakeri, der Utila-Leguan, gezüchtet.

Ein mit im Nacken befestigten Perlen markierter Leguan.

Ctenosaura similis ist sehr häufig auf Utila und bewohnt quasi jeden Lebenraum, mit Ausnahme der Mangroven. Diese sind Heimat der Utila-Leguane und es wird vermutet, dass C. bakeri aus allen anderen Habitaten durch seinen Verwandten verdrängt wurde.

Der endemische Utila-Leguan, Ctenosaura bakeri, auf einer Mauer, welche die Mangroven von einer Straße trennt.

Ein junger Krabbenreiher, Nyctanassa violacea, in den Mangroven.

Auch in Honduras werden die Bäume weihnachtlich geschmückt.

Einer der Hauptgründe, warum ich auf die Bay-Islands gereist bin ist, um meinen Tauchschein dort zu machen. Zwar waren Riff, Wasser und Tiere im Wasser nicht so spektakulär wie in manch anderen Meeren wo ich war (wie etwa auf Fidschi, in Malaysia oder Australien), aber dennoch sehenswert und allein das Tauchen an sich macht schon fast so viel Spass wie Reptilien zu finden!

 
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