// Startseite  // Blog-Übersicht  // In 2 Jahren um die Welt 
Reserva Heloderma I
31. December 2012 19:43 Uhr - von 

Antonia Pachmann

Schon das ganze Jahr über hatte ich mir vorgenommen, das Heloderma Reservat in Zacapa zu besuchen, welches im Montagua Valley liegt. Dies ist der Lebensraum der Guatemala-Skorpionskrustenechse, Heloderma horridum charlesbogerti, welche die seltenste Unterart dieser Gattung ist. 

Im Sommer wird es in diesem Trockenwald extrem heiß mit Temperaturen um die 48°C im Schatten. 

Die Station im Reservat von Zootropic beherbergt knapp 10 Helodermas zu Bildungszwecken und zur Zucht. Sie kommen in naturbelassenen Gehegen in der Nähe des Hauses und der Rancho unter, mit Klettermöglichkeiten (die überraschend viel genutzt werden), einem Wasserbecken und Höhlen zum verstecken.

Mein erster Fund war ein Sceloporus variabilis

Dieser lebt gleich neben der Rancho, zusammen mit einigen Ameiven (Ameiva undulata), Aspidoscelis montaguae und Aspidoscelis deppii. Von letzter Art wurden einige Eier gefunden, von denen die Jungtiere gerade schlüpften als ich ankam. 

Die jungen Schienenechsen entliessen wir im nahen Wald. 

Eine Regenbogenameive, Ameiva undulata. Interessanterweise sehen die Exemplare im Montagua Valley um einiges anders aus als die, die ich zuvor in Semuc Champey, Alta Verapaz, gefunden hatte. Jene in den Highlands waren  massiger, wiesen weniger, bzw. kein Rot auf und hatten anstelle dem Grün mehr Blau an den Flanken. 

Ebenfalls in der Nähe der Station leben einige junge Ctenosaura similis

Im Gegensatz zu den adulten Schwarzleguanen, sind die juvenilen Tiere hellgrün gefärbt. An der Musterung kann man sie jedoch leicht von Grünen Leguanen unterscheiden.

Ein nahe Verwandter dieser Art ist der Guatemalan spiny-tailed iguana, Ctenosuara palearis. Dieser bedrohte Leguan ist eine endemische Art im Montagua Valley.

Hier ein Jungtier beim Sonnenbad.

Überrascht war ich, an bestimmten Stellen im Trockenwald haufenweise junge Grüne Leguane, Iguana iguana rhinolopha, anzutreffen. Mit ein wenig Geduld konnte man sie Morgens am Boden fressen sehen, bevor sie sich in niedrige Sträucher zurückzogen, wenn es zu heiss wurde.

Brauchen offenbar nicht unbedingt Nähe zum Wasser: junge Grüne Leguane im Trockenwald.

Zusammen mit zwei italienischen Freiwilligen ging ich regelmäßig auf Schlangensuche und wir konnten so einiges finden. Leider schafften wir es nicht, die stattliche Drymarchon corais zu fangen. Die Verfolgungsjagd endete bei einer großen Ansammlung von Kakteen, in welcher die Indigonatter verschwand.

 Andere Schlangen die wir finden konnten waren unter anderem:

Eine Küsten-Lyraschlange, Trimorphodon biscutatus...

...verschiedene Arten der Gattung Tantilla, wie oben abgebildete Tantilla vermiformis... 

...eine Westliche Stülpnasenotter, Porthidium ophryomegas...

... und einen bestechend hübsch gefärbten Skorpionsfresser, Stenorrhina freminvillii.

 
Kommentar schreiben

Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz

Kommentare
keine Kommentare vorhanden.

Startseite | Impressum / AGB
© 2008 - 2018 Natur und Tier - Verlag GmbH · An der Kleimannbrücke 39/41 · D-48157 Münster