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02.03.10
Erdbeben in Chile – Nasenfrosch-Schutzstation weitgehend unbeschädigt

Rhinoderma darwinii Foto: J. Bourke

Das Erdbeben, das am Samstag vor allem das südliche Zentral-Chile verwüstet hat und zahlreiche Todesopfer forderte, hatte sein Epizentrum nahe der Stadt Concepción. Die REPTILIA hat dort zusammen mit dem Zoo Leipzig und der Universität von Concepción im letzten Jahr eine Schutzstation für die bedrohten Nasenfrösche (Rhinoderma darwinii) aufgebaut, die in dieser Saison bereits erste Nachzuchterfolge vorweisen konnte und sowohl vor Ort als auch international große Beachtung gefunden hat (siehe dazu auch REPTILIA Nr. 77, 78 und 80). Außerdem wird durch unser Projekt eine auf fünf Jahre angelegte Doktorarbeit der chilenischen Biologin Johara Bourke zur Ökologie des Nasenfrosches finanziert. Johara war gerade wieder vor Ort, als das Beben losbrach. Wir waren in großer Sorge um sie und unsere chilenischen Projektmitarbeiter, außerdem natürlich um all unsere Freunde und Bekannten dort. Zwei Tage fehlte jeder Kontakt, die Telefonnetze waren ausgefallen, das Internet ebenfalls. Glücklicherweise hat Johara sich inzwischen gemeldet: Alle Projektmitarbeiter sind nach aktuellem Kenntnisstand unverletzt geblieben, und auch die Station hat das Beben fast ohne Blessuren überstanden. Lediglich die Klimaanlage ist ausgefallen, was für die Frösche aber momentan keine Probleme bedeutet, da die Witterung kühl ist.

Heiko Werning


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